# Ernährung bei primären Immundefekten
Unterernährung und Proteinaufbau
Bei schwerwiegenden primären Immundefekten werden Immunzellen kontinuierlich beschädigt oder gehen verloren. Dies kostet den Körper zusätzliche Energie und Baustoffe, besonders Proteine. Unterernährung entsteht leicht, besonders wenn chronische Infektionen oder Darmerkrankungen wie chronische Diarrhö auftreten.
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Eine angemessene Proteinzufuhr trägt zur Wiederherstellung und Bildung von Immunzellen bei. Bei vielen Patienten ist es schwierig, ausreichend Proteine über normale Ernährung aufzunehmen, besonders nach Darminfektionen oder bei vermindertem Appetit durch Krankheit.
Einige Patienten profitieren von Ernährung, die leichter aufgenommen wird. Ein Ernährungsberater kann untersuchen, welche Lebensmittel gut verträglich sind und welche Zusätze notwendig sein könnten.
Nährstoffverlust durch Diarrhö
Chronische Diarrhö tritt bei bestimmten Immundefekten auf, besonders wenn Infektionen die Darmschleimhaut beschädigen. Dies führt zu Verlust von Nährstoffen, Elektrolyten und Flüssigkeit.
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Häufiger, wässriger Stuhl erhöht das Risiko für Austrocknung und Mangel an essentiellen Mineralstoffen wie Natrium, Kalium und Magnesium.
Die Wahl der Ernährung kann hier von Bedeutung sein. Lebensmittel, die leicht vom Darm aufgenommen werden, können die Symptome verringern. Dies unterscheidet sich jedoch stark von Person zu Person. Ein Ernährungsberater oder Gastroenterologe kann helfen zu bestimmen, was am besten verträglich ist.
Vitamin- und Mineralstoffmängel
Durch Diarrhö, verminderte Aufnahme oder erhöhten Bedarf können Mängel an Vitaminen und Mineralstoffen entstehen.
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Zink, Selen, Vitamin A, D und B12 spielen alle eine Rolle bei der ordnungsgemäßen Funktion des Immunsystems. Mängel an diesen Stoffen verschlechtern die Immunfunktion weiter.
Ob und welche Ergänzungen notwendig sind, unterscheidet sich pro Person und pro Art von Immundefekt. Dies muss immer mit deinem Behandler besprochen werden, da bestimmte Ergänzungen mit bestimmten Behandlungen oder Tests interferieren können.
Wechselwirkungen mit Medikamenten und Behandlungen
Viele Patienten mit schwerwiegenden Immundefekten erhalten Antibiotika über längere Zeiträume, antivirale Mittel oder Ersatztherapien (wie Immunglobuline).
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Einige Antibiotika können die Aufnahme bestimmter Nährstoffe stören oder die Darmbakterien beschädigen, was die Verdauung beeinflusst. Dies geschieht besonders bei Langzeitanwendung.
Bestimmte Lebensmittel können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Dies ist etwas, das mit deinem Apotheker oder Arzt besprochen werden sollte, besonders da Immundefekte oft komplexe Medikamentenschemata erfordern.
Ernährung und Infektionsrisiko
Schlecht ernährte Patienten leiden in der Regel mehr unter Infektionen und einer langsameren Genesung.
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Ein guter Ernährungszustand hilft dem Körper, sich besser gegen Infektionen zu verteidigen, auch wenn dieses Immunsystem bereits beeinträchtigt ist.
Dies rechtfertigt in der Regel Aufmerksamkeit für ausreichende Kalorienaufnahme und gute Ernährung, aber Ernährungsempfehlungen gehen meist nicht viel weiter ohne persönliche Beratung.
Lebensmittelaversionen und psychologische Aspekte
Patienten mit langdauernder Krankheit entwickeln manchmal Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel (besonders nach Krankenhausaufenthalten oder intensiven Behandlungen). Auch kann Angst vor Infektion verhindern, dass normal gegessen wird.
Das ist real und verständlich. Unterstützung durch einen Ernährungsberater, Psychologen oder Sozialarbeiter kann helfen, trotzdem ausreichend aufzunehmen und Essensfreude zurückzugewinnen.
Probiotische Produkte und Darmgesundheit
Es gibt Forschungen zum Nutzen von probiotischen Produkten (Lebensmittel mit 'guten Bakterien') bei Immundefekten, besonders nach langdauernder Antibiotikaanwendung.
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Es ist plausibel, dass die Wiederherstellung gesunder Darmbakterien bei der Verbesserung der Darmbarriere und möglicherweise auch der Immunfunktion hilft. Dies ist jedoch noch nicht endgültig nachgewiesen und unterscheidet sich je nach Art des Immundefekts.
Ob probiotische Produkte in deinem Fall sinnvoll sind, solltest du mit deinem Arzt oder Ernährungsberater besprechen.
Sichere Ernährung und Lebensmittelsicherheit
Bei schweren Immundefizienzen können bestimmte Lebensmittel schädliche Bakterien enthalten, die für gesunde Menschen harmlos sind, aber für dich Risiken bergen können.
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Risikolebensmittel (rohes Fleisch, nicht pasteurisierte Milch, bestimmte Rohkostsalate) können zu schweren Infektionen führen.
Dein Arzt oder deine Krankenschwester wird dir mitteilen, welche Lebensmittel du je nach deiner spezifischen Immundefiziens und Behandlung besser meiden solltest.
Persönliche Ernährungsentscheidungen
Jeder Fall von primärer Immundefiziens ist anders. Was für die eine Person gut funktioniert, muss nicht für eine andere geeignet sein.
Daher ist es wichtig, deine Ernährungsentscheidungen mit deinem eigenen Team zu besprechen: deinem Arzt, Ernährungsberater, deiner Krankenschwester oder Gastroenterologen. Sie kennen deine spezifische Situation, deine Medikamente, deine Symptome und wie dein Körper reagiert.
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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._