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Parkinson-Krankheit

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Ernährung bei der Parkinson-Krankheit

Darmbakterien und Ernährungsmuster

Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit Parkinson-Krankheit oft eine andere Zusammensetzung von Darmbakterien haben als gesunde Menschen.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Diese Veränderung der Darmflora könnte sowohl zu motorischen als auch zu nicht-motorischen Symptomen beitragen. Es ist noch nicht klar, ob Ernährungsänderungen helfen können, dieses Gleichgewicht wiederherzustellen, aber die Forschung zu diesem Zusammenhang wächst.

Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass bestimmte Ernährungsmuster (wie mehr pflanzliche Ernährung mit viel Ballaststoffen) die Zusammensetzung von Darmbakterien beeinflussen können.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Dies könnte theoretisch vorteilhaft wirken, aber es gibt derzeit noch keine starken Richtlinien für Menschen mit Parkinson.

Gewicht und Ernährungszustand

Es wurde Forschung zum Zusammenhang zwischen Ernährungszustand, Gewicht und dem Verlauf der Parkinson-Krankheit durchgeführt.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Einige Studien deuten darauf hin, dass ein schlechter Ernährungszustand (Untergewicht, Vitaminmangel) mit schneller fortschreitenden Symptomen und einer schlechteren Wirkung bestimmter Medikamente zusammenhängen kann, aber die Ursache-Wirkungs-Beziehung ist noch nicht vollständig geklärt.

Gewichtsverlust tritt bei der Parkinson-Krankheit auf und kann verschiedene Ursachen haben: Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken, verminderter Appetit, Nebenwirkungen von Medikamenten oder erhöhter Energiebedarf durch Zitterbewegungen. Die Erhaltung eines gesunden Gewichts und ausreichender Nährstoffe ist Teil der umfassenden Versorgung, erfordert aber persönliche Begleitung durch deinen Arzt oder Diätisten.

Wechselwirkung mit Parkinson-Medikamenten

Levodopa (L-DOPA), ein wichtiges Medikament für Parkinson-Symptome, wird im Körper auf eine Weise aufgenommen und verarbeitet, die empfindlich gegen Ernährung ist. Das Vermeiden großer Proteinmengen zum Zeitpunkt der Einnahme (besonders tierisches Protein) kann dazu führen, dass das Medikament besser aufgenommen wird.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Dies ist eines der wenigen Ernährungsprobleme, bei denen es starke wissenschaftliche Belege gibt. Du brauchst aber täglich auch ausreichend Protein. Der Zeitpunkt und die Verteilung können wichtig sein — das ist etwas, das du mit deinem Arzt oder Diätisten besprechen solltest, da es von Person zu Person unterschiedlich ist.

Bestimmte Lebensmittel können auch Nährstoffblocker (Inhibitoren) enthalten, die die Wirkung von L-DOPA beeinflussen. Zum Beispiel können bestimmte Formen von Vitamin B6 die Wirksamkeit von L-DOPA verringern.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Dies ist ein Grund, warum du Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsumstellungen immer mit deinem Arzt besprechen solltest, bevor du sie startest.

Oxidativer Stress und Antioxidantien

Die Parkinson-Krankheit ist mit einer Beschädigung von Nervenzellen durch freie Radikale (oxidativer Stress) verbunden. Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind — wie Gemüse, Obst, Nüsse und bestimmte Gewürze — können theoretisch eine schützende Wirkung haben.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Obwohl viel Forschung zu Antioxidantien läuft, wurde noch nicht nachgewiesen, dass spezifische Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel die Krankheit verhindern oder wesentlich verlangsamen können. Ein Muster aus gesunder, abwechslungsreicher Ernährung mit vielen pflanzlichen Produkten wird allgemein als unterstützend angesehen, ist aber kein Ersatz für medizinische Behandlung.

Ballaststoffe, Verstopfung und Darmgesundheit

Verstopfung ist ein häufiges Problem bei Parkinson und kann durch bestimmte Medikamente verschlimmert werden. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen (Gemüse, Obst, Vollkorn) helfen der Darmfunktion.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Dies kann die Lebensqualität verbessern.

Viele Ballaststoffe auf einmal zu essen kann jedoch auch Schwierigkeiten bereiten, wenn du bereits Kauplobleme hast. Ein Diätist kann dir helfen, herauszufinden, was für dich funktioniert — manchmal kleinere Mahlzeiten, angepasste Lebensmittelformen und schrittweise Steigerung der Ballaststoffe.

Flüssigkeitsaufnahme

Ausreichend Flüssigkeit zu trinken ist wichtig, sowohl für die allgemeine Gesundheit als auch für die Darmfunktion.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Bei Schluckproblemen kann dies schwierig sein; dein Arzt kann Ratschläge zu sicheren Trinkweisen geben (manchmal angedickt, manchmal feuchtigkeitsreiche Lebensmittel).

Vitaminstatus

Einige Studien deuten darauf hin, dass Menschen mit Parkinson ein erhöhtes Risiko für bestimmte Vitamin­mängel haben (z. B. D, B12).

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Ein Arzt kann Blutwerte überprüfen und diese gegebenenfalls ausgleichen. Dies ist jedoch etwas, das nur dein eigener Behandler beurteilen kann — nicht etwas, das du selbst mit willkürlichen Nahrungsergänzungsmitteln lösen solltest.

Ernährung und Typ-2-Diabetes

Studien deuten darauf hin, dass Typ-2-Diabetes und bestimmte Essmuster (wie viel gesättigte Fette, viel verarbeitete Lebensmittel) mit schneller fortschreitenden Parkinson-Symptomen verbunden sein können.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Das bedeutet nicht, dass du bestimmte Lebensmittel streng meiden musst, aber es deutet darauf hin, dass die allgemeine Gesundheit wichtig ist.

Selbstständiges Essen und angepasste Ernährung

Mit dem Fortschreiten von Parkinson können Bewegungseinschränkungen das selbstständige Essen erschweren: Zittern, Steifheit, langsame Bewegungen. Ernährungsfachleute (Ernährungsspezialisten) können bei Folgendem helfen:

- Lebensmittel in angepasster Form (püriert, gehackt, eingedickt)
- Hilfsmittel zum selbstständigen Essen
- Kleine, häufige Mahlzeiten statt großer Portionen

Dies hat nicht direkt mit ‚gesunder Ernährung' zu tun, sondern mit der Fähigkeit, ausreichend Nahrung zu sich zu nehmen. Dein Hausarzt oder dein Rehabilitationsteam kann dich an einen Ernährungsberater überweisen.

Nahrungsergänzungsmittel und Naturheilmittel

Es gibt Geschichten über bestimmte Kräuter, Vitamine oder andere Stoffe, die Parkinson helfen könnten. Die meisten sind

UnbewieseniKein wissenschaftlicher Beweis, dass es funktioniert
oder

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt
. Einige Vorschläge:

- **Coenzym Q10**: Studien sind gemischt, kein bewiesener Vorteil festgestellt.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

- **L-Theanin oder Koffein**: könnte theoretisch Auswirkungen auf Symptome haben, ist aber keine eigenständige Behandlung.

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

- **Ginseng, Gotu Kola** und ähnliches: unzureichende Evidenz für Parkinson.

UnbewieseniKein wissenschaftlicher Beweis, dass es funktioniert

Für Nahrungsergänzungsmittel gilt: Teile deinem Arzt immer mit, welche du in Betracht ziehst, denn selbst ‚natürliche' Stoffe können mit Medikamenten interferieren.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachbegriff verlassen musst. Weitere Studien über die Parkinson-Krankheit findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.