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Magenkrebs

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Symptome und Phasen von Magenkrebs

Magenkrebs entwickelt sich normalerweise allmählich und durchläuft mehrere Stadien. Die Symptome und der Verlauf hängen sehr stark davon ab, wo im Magen sich der Tumor befindet, wie schnell er wächst und ob bereits Metastasen vorliegen. Im Folgenden beschreiben wir die Hauptphasen und was in ihnen passiert.

Frühstadium (lokaler Tumor, ohne Metastasen)

Im frühesten Stadium befindet sich der Tumor immer noch nur in der inneren Magenschleimhaut und es findet keine Ausbreitung auf Lymphknoten oder Organe statt. Dieses Stadium wird oft zufällig entdeckt, beispielsweise bei der Untersuchung anderer Beschwerden.

**Symptome in dieser Phase: **
- oft keine offensichtlichen Beschwerden oder sehr vage
- leichte Übelkeit nach dem Essen
- Sättigungsgefühl nach kleinen Nahrungsmengen
- unregelmäßiger Appetit
- manchmal Sodbrennen oder Brennen im Oberbauch

Diese Symptome sind so subtil, dass viele Menschen sie auf normale Magenprobleme zurückführen. Da die Symptome fehlen oder mild sind, wird Magenkrebs im Frühstadium in westlichen Ländern in der Regel erst entdeckt, nachdem die Patienten über einen längeren Zeitraum Symptome hatten, oder zufällig bei Untersuchungen.

**Bedeutung für das tägliche Leben: **
In dieser Phase können die meisten Menschen ihren normalen Alltag fortsetzen. Essen kann sich schwierig anfühlen, verursacht aber in der Regel keine schwerwiegenden Einschränkungen.

**Zahlen zu dieser Phase: **
Die mediane Fünf-Jahres-Überlebensrate von Patienten mit Magenkrebs im Stadium I (Tumor, der auf die Innenwand begrenzt ist) wird international auf 50-70% geschätzt, abhängig von den genauen Merkmalen und der Behandlung. Dies deutet darauf hin, dass die Behandlung im Frühstadium besser anspricht. Bei diesen Zahlen handelt es sich jedoch um Durchschnittswerte für große Gruppen. Die individuellen Ergebnisse hängen stark vom Zelltyp, von genetischen Faktoren und davon ab, ob jemand für eine Intensivbehandlung geeignet ist.

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Lokal ausgedehntes Stadium (Tumor wächst tiefer in die Magenschleimhaut hinein, möglicherweise mit Beteiligung der Lymphknoten)

Der Tumor ist jetzt tiefer in die Magenschleimhaut eingedrungen und kann die Muskelschicht und darüber hinaus erreichen. Manchmal sind nahe gelegene Lymphknoten bereits betroffen, aber es gibt noch keine Metastasen in anderen Organen.

**Symptome in dieser Phase: **
- offensichtlichere Übelkeit und Erbrechen, insbesondere nach fleischigem Essen
- Ich fühle mich ernsthaft satt, nachdem ich nur ein bisschen gegessen habe
- Magenschmerzen oder Druck im Oberbauch
- Verstopfung oder im Gegenteil Durchfall
- Müdigkeit und Energiemangel
- mögliche Blässe aufgrund des langsamen Blutverlustes aus dem Tumor (Blut im Stuhl kann sichtbar oder versteckt sein)
- Gewichtsverlust, manchmal signifikant
- Gelbfärbung der Haut und der Augen (wenn der Tumor die Gallenwege verschließt)

**Bedeutung für das tägliche Leben: **
Viele Menschen können nicht mehr normal essen. Der Magen fühlt sich schnell voll an und große Mahlzeiten sind unmöglich. Dies führt zu Gewichtsverlust und Nährstoffmängeln. Viele Patienten fühlen sich müde und haben wenig Energie für die tägliche Arbeit oder den Haushalt. Manche leiden unter Schmerzen, vor allem nach dem Essen. Jetzt wächst die Angst, dass es ernst ist.

**Zahlen zu dieser Phase: **
Im Stadium II-III (Tumor mit betroffenen Lymphknoten, aber ohne Metastasen) liegt die mediane Fünf-Jahres-Überlebensrate je nach genauer Ausdehnung bei etwa 20-40%. Diese Phase spricht besser auf die Behandlung an als eine fortgeschrittene Erkrankung, aber schlechter als das sehr frühe Stadium. Auch hier gilt: Es handelt sich um Bevölkerungszahlen aus großen Studien; viele verschiedene Faktoren bestimmen das individuelle Ergebnis.

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Fortgeschrittene Lokalerkrankung (Tumor mit Perforation oder schwerer Obstruktion)

In dieser Phase kann der Tumor so groß und tief sein, dass er die Magenschleimhaut vollständig durchbricht (Perforation) oder den Nahrungsdurchgang stark blockiert (Obstruktion). Dies sind medizinische Notfälle.

**Symptome in dieser Phase: **
- starke Bauchschmerzen, die sich plötzlich oder allmählich verschlechtern
- Erbrechen, möglicherweise nicht in der Lage, etwas festzuhalten
- völlige Unmöglichkeit, Nahrung aufzunehmen
- Fieber (bei Perforation)
- plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands
- möglicherweise ruckartige Symptome: kalter Schweiß, schneller Herzschlag, verminderter Blutdruck

**Bedeutung für das tägliche Leben: **
Dieses Stadium ist eine akute Lebensbedrohung. Patienten können nicht mehr eigenständig funktionieren und benötigen dringende medizinische oder chirurgische Eingriffe. Nahrungsaufnahme ist ohne Hilfe unmöglich; Infusionen sind erforderlich.

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Metastasierte Krankheit (Ausbreitung auf andere Organe)

Der Tumor hat sich auf Organe an anderen Stellen des Körpers ausgebreitet — meist Leber, Lungen, Bauchfell oder Knochen.

**Symptome in dieser Phase: **
- alle Symptome der früheren Stadien, verschlimmert
- schwere und andauernde Bauchschmerzen
- Schwellungen oder tastbare Verdickungen im Bauch (durch Flüssigkeit oder Tumormasse)
- Kurzatmigkeit (bei Lungenmetastasen)
- Knochenschmerzen (bei Knochenmetastasen)
- Gelbfärbung von Haut und Augen, deformierter Bauch (bei Lebermetastasen)
- schwere Müdigkeit und allgemeine Schwäche (Kachexie)
- Appetitlosigkeit, sogar Anschauen von Nahrung kann Übelkeit verursachen
- manchmal Verwirrtheit oder Schläfrigkeit
- häufigere Infektionen und Infekte durch geschwächtes Immunsystem

**Bedeutung für das tägliche Leben: **
Dieses Stadium hat große Auswirkungen. Patienten sind oft ans Bett gebunden oder sehr in ihrer Mobilität eingeschränkt. Tägliche Selbstversorgung wird schwierig bis unmöglich. Schmerz ist ein Hauptproblem und erfordert fortlaufende Behandlung. Ernährung ist problematisch und viele Nährstoffe werden nicht gut aufgenommen. Die meisten Menschen haben stark verminderte Lebensqualität und sind abhängig von Familie oder Pflege.

**Zahlen zu dieser Phase: **
Bei metastasiertem Magenkrebs beträgt die mediane Überlebensdauer (der Punkt, an dem die Hälfte der Gruppe noch am Leben ist) etwa 8–12 Monate, wie einige Studien in jüngsten Untersuchungen zeigen. Dies variiert stark je nach spezifischem Tumortyp, wie gut die Nierenfunktion noch ist, ob Chemotherapie gegeben wird, und vielen anderen Faktoren. Diese Zahlen sagen nichts über eine einzelne Person aus; einige leben länger, andere kürzer. Die Verfügbarkeit neuer Behandlungen (Immunotherapie, gezielt wirksame Mittel) verändert auch dieses Bild, führt aber nicht für jeden zum gleichen Ergebnis.

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Wann sollte Kontakt mit dem Behandler aufgenommen werden

Patienten mit diagnostiziertem Magenkrebs sollten sofort Kontakt mit ihrem Behandler aufnehmen bei:

- **plötzliche, heftige Bauchschmerzen**: können auf Perforation oder Blutung hinweisen
- **Erbrechen mit Blut** oder schwarzes Erbrochenes (Zeichen innerer Blutung)
- **völlige Unmöglichkeit, etwas zu sich zu nehmen**, nicht einmal Flüssigkeiten
- **hohes Fieber** (über 38,5°C) mit Bauchschmerzen
- **schwere Kurzatmigkeit** oder Brustschmerzen
- **starke Schmerzen, die nicht** mit Hausmitteln beherrscht werden
- **schwere Schwäche** oder Verwirrtheit
- **Schwellungen der Beine** oder Schmerzen in einem Bein (können auf Blutgerinnsel hinweisen)

Diese Alarmsymptome müssen nicht bedeuten, dass es unheilbar sich verschlimmert, erfordern aber immer eine dringende medizinische Bewertung.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Untersuchung geht, damit Sie sich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen müssen. Weitere Studien über Magenkrebs finden Sie bei Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.