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Andere Hirntumore

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Zuletzt aktualisiert: 2026-08-09 · automatisch überprüft, stichprobenartig nachgeprüft

# Andere Hirntumore

Was ist das

Ein Gehirntumor ist ein Wachstum von Zellen im Gehirn, das nicht normal funktioniert. Es gibt viele verschiedene Arten von Gehirntumoren. Einige wachsen aus Gehirnzellen selbst (Primärtumore), andere sind metastasierende Krebsarten, die aus anderen Körperteilen stammen (Sekundärtumore).

Der Begriff „andere Hirntumore“ umfasst alle Typen, die nicht unter die gängigsten Kategorien fallen. Dabei kann es sich um Tumoren verschiedener Zelltypen handeln: Tumoren aus Nervenzellen (Neuronen), Stützzellen (Glia), Blutgefäßen, den Hirnhäuten oder der Hypophyse (der kleinen Hormondrüse an der Unterseite des Gehirns). Seltene Tumoren wie Germinome (aus primitiven Zellen) sind ebenfalls enthalten.

Gehirntumore können gutartig (langsam wachsend, nicht ausbreitend) oder bösartig (schnell wachsend, aggressiv) sein. Ein Tumor kann gut oder schlecht auf eine Behandlung ansprechen, unabhängig davon, ob er gutartig oder bösartig erscheint.

Ursachen

Bei den meisten Gehirntumoren ist nicht klar, warum sie auftreten. Es gibt keine nachgewiesenen Gründe dafür, dass Sie etwas gegen sich selbst tun können (z. B. Rauchen gegen Lungenkrebs).

Es gibt jedoch Risikofaktoren, von denen Wissenschaftler wissen, dass sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen:
- **Ionisierende Strahlung**: vor allem Strahlung auf den Kopf in der Vergangenheit (z. B. Strahlentherapie bei einer früheren Erkrankung)
- **Genetische Abnormalitäten**: Einige Erbkrankheiten (wie Neurofibromatose) erhöhen das Risiko von Gehirntumoren
- **Alter**: Einige Tumorarten treten hauptsächlich bei Kindern auf, andere bei älteren Menschen
- **Geschlecht**: Einige Tumoren treten häufiger bei Männern oder Frauen auf

Bei den meisten Menschen mit einem Gehirntumor ist kein Risikofaktor vorhanden. Das bedeutet, dass der Tumor zufällig entstanden ist, nicht aufgrund von etwas, das Sie selbst getan oder nicht getan haben.

Wie die Krankheit verläuft

Die Art und Weise, wie ein Gehirntumor fortschreitet, hängt stark von der Art des Tumors, seiner Größe, seiner Lage und seiner Wachstumsgeschwindigkeit ab.

**Entdecken**: Viele Tumoren werden entdeckt, weil bei jemandem Symptome auftreten (Kopfschmerzen, Funktionsverlust, Krampfanfälle). Andere werden zufällig bei einem Gehirnscan gefunden, der aus einem anderen Grund durchgeführt wurde.

**Wachstum**: Manche Gehirntumore wachsen sehr langsam und verändern sich jahrelang kaum. Andere wachsen schneller. Das Wachstum hängt vom Zelltyp ab und davon, wie sich die Tumorzellen verhalten.

**Druck auf das Gehirngewebe**: Wenn ein Tumor wächst, kann er Druck auf gesundes Gehirngewebe ausüben. Dies kann Funktionen beeinträchtigen, die von dieser Stelle im Gehirn gesteuert werden. Es kann auch zu Flüssigkeitsansammlungen kommen, die den Druck weiter erhöhen.

**Behandlung**: Die meisten Gehirntumore werden mit einer Kombination behandelt aus:
- Operation (Entfernung des Tumors so weit wie möglich)
- Strahlentherapie (Bestrahlung von außen, fokussiert auf den Tumor)
- Chemotherapie (Medikamente gegen Tumorzellen)
- In einigen Fällen neuere Behandlungen (gezielte Medikamente, Immuntherapie)

Nicht alle Tumoren werden behandelt; manchmal ist Warten der beste Plan, besonders wenn der Tumor langsam wächst und keine Symptome verursacht.

**Verlauf nach der Behandlung**: Einige Tumoren verschwinden vollständig. Andere kommen zurück, manchmal an derselben Stelle, manchmal in verschiedenen Teilen des Gehirns. Dies wird als Wiederholung bezeichnet.

Symptome pro Stadium

**Vor der Entdeckung/früh**
- Oft keine Symptome; Tumor wird zufällig gefunden
- Oder langsame Symptome (Müdigkeit, Konzentrationsverlust)

**Aktive Phase (wachsender Tumor, Druck auf das Gehirngewebe) **
- Kopfschmerzen (morgens oft schlimmer, können sich bei körperlicher Betätigung verschlimmern)
- Erbrechen, manchmal ohne Übelkeit
- Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Doppelsehen, Gesichtsfeldversagen)
- Verlust der Bewegung oder des Gefühls auf einer Körperseite
- Sprach- oder Sprachschwierigkeiten
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Charakter- oder Verhaltensänderungen
- Anfälle
- Gleichgewichtsstörungen, Schwindel

Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, wo sich der Tumor befindet. Ein Tumor im Kleinhirn (Hinterkopf) verursacht hauptsächlich Gleichgewichtsstörungen; ein Tumor in der Nähe des Bewegungszentrums verursacht hauptsächlich motorische Symptome.

**Nach der Behandlung**
- Symptome können abnehmen, wenn der Tumor kleiner wird
- Nebenwirkungen der Behandlung können auftreten (Müdigkeit, kognitive Probleme, Haarausfall, Konzentrationsstörungen)
- Wenn der Tumor zurückkehrt, können Symptome erneut auftreten

Was es für das tägliche Leben bedeutet

Das Leben mit einem Gehirntumor verändert sich auf vielen Ebenen.

**Medizinisch**: viele Krankenhausbesuche (Untersuchungen, Bildgebung, Behandlung). Medizinische Entscheidungen müssen schnell getroffen werden. Nebenwirkungen der Behandlung können monatelang anhalten.

**Arbeit und Studium**: Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und Termine können das Arbeiten oder Studieren erschweren. Manche Menschen können vollständig arbeiten bleiben, andere müssen ihre Arbeit reduzieren oder ganz aufhören.

**Familie und Beziehungen**: Angst und Unsicherheit können Beziehungen beeinflussen. Partner und nahestehende Personen sind oft stark in die Pflege und Entscheidungsfindung involviert. Kinder können zusätzliche Aufmerksamkeit und Anleitung benötigen.

**Autonomie**: Je nach Lage des Tumors und der Behandlung können motorische, Sprach- oder kognitive Funktionen beeinträchtigt sein. Dies kann die Unabhängigkeit einschränken.

**Autofahren**: viele Gehirntumoren und ihre Behandlungen beeinflussen die Reaktionsgeschwindigkeit oder Konzentration. Viele Länder haben Regeln, wann man nach der Behandlung wieder fahren darf.

**Psychisch**: Die Diagnose eines Gehirntumors ist sehr belastend. Viele Menschen erleben Angst vor der Zukunft, Depression und Gefühle des Verlusts. Psychologische Unterstützung ist wichtig.

**Unterstützende Versorgung**: Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie oder neuropsychologische Hilfe können erforderlich sein, um Funktionen wiederherzustellen.

Aussichten

Die Prognose für Gehirntumoren ist sehr unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab:

**Tumormerkmale**:
- Art des Tumors (es gibt Dutzende verschiedener Arten)
- Grad der Aggressivität (wie schnell wächst er, wie zerstörerisch ist er)
- Genetische Merkmale (bestimmte Mutationen beeinflussen die Prognose und das Behandlungsansprechen)
- Größe und Lage

**Patientenfaktoren**:
- Alter (allgemein: jüngere Patienten haben manchmal bessere Aussichten, aber dies variiert je nach Tumortyp)
- Allgemeine Gesundheit

**Behandlungsfaktoren**:
- Ob eine vollständige Entfernung möglich ist
- Ansprechen auf die Behandlung

Allgemein: Einige Gehirntumoren sind chronische Krankheiten, mit denen Menschen Jahre lang gut leben können, andere sind viel aggressiver. Einige können Heilung erreichen, andere nicht.

Überlebensquoten (auf Bevölkerungsebene, nicht für Einzelpersonen) variieren je nach Art sehr stark. Wissenschaftler veröffentlichen regelmäßig Forschungen zur Prognose, Behandlungschancen und Lebensqualität. Ein Arzt kann auf der Grundlage deines spezifischen Tumors und deiner Situation mehr sagen, aber selbst dann sind die Aussichten unsicher.

Es ist wichtig zu wissen: Statistiken sagen nichts über eine einzelne Person aus. Jemand mit der gleichen Diagnose kann ein besseres oder schlechteres Ergebnis haben als der Durchschnitt.

Häufig gestellte Fragen

**Kann man von einem Gehirntumor genesen?**

Das hängt von der Art des Tumors und davon ab, wie er auf die Behandlung anspricht. Manche Menschen werden vollständig genesen (komplette Remission). Bei anderen verschwindet der Tumor nicht völlig, wächst aber auch nicht weiter. Manche Tumoren kommen zurück. Was möglich ist, wird dein Behandler auf der Grundlage deiner spezifischen Situation besprechen.

**Bedeutet ein Gehirntumor immer Krebs?**

Nein. Viele Gehirntumoren sind gutartig (nicht krebsartig), können aber dennoch ernst sein, weil sie Druck in einem begrenzten Raum (dem Schädel) ausüben. Ein Tumor muss nicht krebsartig sein, um schwerwiegende Folgen zu haben.

**Können Gehirntumoren verhindert werden?**

Nein, es gibt keine bekannten Möglichkeiten, Gehirntumoren zu verhindern. Ionisierende Strahlung (wie CT-Scans) ist ein Risikofaktor, daher ist es sinnvoll, unnötige Bestrahlungen zu vermeiden. Für die meisten Menschen ist jedoch eine Prävention nicht möglich.

**Wie schnell wächst ein Gehirntumor?**

Das variiert enorm. Einige sind jahrzehntelang nicht merklich gewachsen, andere wachsen innerhalb von Monaten. Der Arzt kann durch wiederholte Bildgebung (MRT, CT) verfolgen, wie schnell dein Tumor wächst, und die Behandlungspläne entsprechend anpassen.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen musst. Mehr Studien über Sonstige Hirntumoren findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.