# Ernährung und Diät bei koronarer Herzerkrankung
Ernährungsentscheidungen spielen eine wichtige Rolle bei koronarer Herzerkrankung. Sie können helfen, Blutfette im Gleichgewicht zu halten, den Blutdruck zu regulieren und Entzündungen im Körper zu verringern — alles Faktoren, die die Gesundheit der Herzkranzgefäße beeinflussen. Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Ernährungsmuster das Risiko für weitere Herzprobleme verringern können.
Mediterranes Ernährungsmuster
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Dieses Ernährungsmuster basiert auf traditionellen Essgewohnheiten in Ländern rund um das Mittelmeer. Es besteht hauptsächlich aus Gemüse, Obst, Getreide (vorzugsweise Vollkorn), Hülsenfrüchten, Nüssen, Fisch und Olivenöl. Rotes Fleisch kommt selten vor; dagegen werden fette Fischsorten (wie Lachs und Makrele) regelmäßig gegessen.
Untersuchungen zeigen, dass Patienten mit koronarer Herzerkrankung, die sich an dieses Muster halten, eine größere Chance haben, es durchzuhalten als bei anderen Ernährungsmustern (2026). Auch scheint dieses Muster mit einem niedrigeren Risiko für wiederkehrende Herzereignisse und einer besseren Gesamtgesundheit verbunden zu sein. Die Vorteile werden teilweise durch den Reichtum an ungesättigten Fetten, Ballaststoffen und entzündungshemmenden Stoffen erklärt.
Ein wichtiger Vorteil ist, dass dieses Muster auf lange Sicht relativ leicht einzuhalten ist, da es mehr Abwechslung und Geschmack bietet als streng begrenzte Diäten.
DASH-Ernährungsmuster (Dietary Approaches to Stop Hypertension)
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
DASH steht für 'Dietary Approaches to Stop Hypertension' und wurde speziell entwickelt, um den Blutdruck zu senken. Das Muster betont viel Gemüse, Obst, magere Eiweiße (besonders Fisch und Huhn), Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und fettarme Milchprodukte. Salz wird begrenzt, ebenso wie Zucker und gesättigte Fette.
Untersuchungen aus 2026 zeigen, dass die Einhaltung dieses Musters im Laufe der Jahre mit weniger Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen (koronare arterielle Verkalkung) verbunden ist. Dies ist ein Zeichen dafür, dass dieses Muster helfen kann, zu verhindern, dass die Verengung der Arterien schlimmer wird. Das Muster wirkt vor allem durch Blutdrucksenkung und Cholesterinabbau.
Viele Kardiologen empfehlen dieses Muster, weil es sich als wirksam erwiesen hat und in der Praxis relativ einfach anzuwenden ist.
Proteinreiche Ernährung
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Ein Ernährungsmuster mit mehr Eiweiß — besonders aus tierischen und pflanzlichen Quellen — wird in Bezug auf die Herzgesundheit untersucht. Eiweiße können helfen, Muskelgewebe zu erhalten und das Sättigungsgefühl zu erhöhen.
Es gibt jedoch noch keine eindeutigen Beweise dafür, dass mehr Eiweiß für Menschen mit koronarer Herzerkrankung unbedingt besser ist. Es macht einen Unterschied, welche Eiweißquellen gewählt werden: Fisch und pflanzliche Eiweiße (wie Hülsenfrüchte und Nüsse) gehören zu Ernährungsmustern, die die Herzgesundheit unterstützen; rotes Fleisch und verarbeitetes Fleisch hingegen haben nachteilige Auswirkungen auf koronare Herzerkrankung und werden nicht empfohlen.
Ernährung mit vielen ungesättigten Fetten
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Dieses Muster betont Quellen von ungesättigten Fetten wie Olivenöl, Nüsse, Samen und fette Fische. Diese Fette helfen, Entzündungen im Körper zu verringern und können Blutfette günstig beeinflussen.
Untersuchungen unterstützen, dass dieses Muster gut mit besseren Ergebnissen bei koronarer Herzerkrankung verbunden ist. Das sogenannte "Mediterranean diet"-Muster (siehe oben) ist eigentlich ein gutes Beispiel für Ernährung mit vielen ungesättigten Fetten.
Salzeinschränkung
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Eine geringere Salzaufnahme hilft, den Blutdruck zu senken und verringert die Belastung des Herzens. Dies ist besonders wichtig bei koronarer Herzerkrankung, bei der hoher Blutdruck die Verengung der Arterien beschleunigen kann.
Viele Lebensmittelquellen — wie Brot, Dosensuppen, Fleischwaren und Fertigmahlzeiten — enthalten viel verstecktes Salz. Seine bewusste Einschränkung ist Teil des DASH- und Mediterranean-Musters.
Einschränkung von gesättigten Fetten und Transfetten
Nicht empfohlen (hohe Aufnahme)
Gesättigte Fette (unter anderem aus rotem Fleisch, Butter und Vollmilchprodukten) und besonders Transfette (in vielen industriell verarbeiteten Produkten) erhöhen das 'schlechte' LDL-Cholesterin und verstärken Entzündungen. Bei koronarer Herzerkrankung können diese Fette die Ablagerungen in den Arterien beschleunigen und das Herzinfarktrisiko erhöhen.
Dies ist der wichtigste Grund, warum eine hohe Aufnahme dieser Fette nicht empfohlen wird. Sie sollten in jedem Ernährungsmuster bei Herzerkrankungen begrenzt sein.
Ernährung mit viel Ballaststoffen
BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Ernährung mit vielen löslichen Ballaststoffen — aus Hafermehl, Obst, Bohnen und Gemüse — hilft, das Cholesterin im Blut zu senken und kann den Blutzucker stabiler halten. Dies trägt zu einer besseren Herzgesundheit bei.
Dieser Aspekt ist sowohl im Mediterranean- als auch im DASH-Muster integriert und wird allgemein durch Forschung unterstützt.
Begrenzung von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Eine Ernährung mit weniger zugesetzten Zuckern und weniger Weißbrot, weißem Reis und zuckerhaltigen Getränken wird als vorteilhaft anerkannt. Diese Produkte können den Blutzucker in die Höhe treiben und können zu Übergewicht und Diabetes beitragen — beide Risikofaktoren für koronare Herzerkrankung.
Es gibt jedoch keine eindeutigen Beweise für eine 'optimale' Begrenzung. Die meisten Studien deuten darauf hin, dass ein schrittweiser Ersatz von raffinierten Produkten durch Vollkornvarianten vorteilhaft ist.
Periodisches Fasten
ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt
Periodisches Fasten (bei dem du für bestimmte Stunden oder Tage nicht isst oder sehr begrenzt) wird zunehmend bei Herzerkrankungen untersucht. Einige Studien deuten darauf hin, dass dies die Blutfette und den Blutzucker verbessern und Entzündungen verringern kann.
Es gibt jedoch noch unzureichende Beweise, um dies als Standardempfehlung für koronare Herzerkrankung zu empfehlen. Einige Patienten mit bestimmten Medikamenten (wie blutzuckersenkenden Mitteln) müssen beim Fasten vorsichtig sein. Dies erfordert immer die Anleitung eines Arztes oder Ernährungsberaters.
Ketogene Diät
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Diese Diät schränkt Kohlenhydrate stark ein und erhöht die Fettaufnahme. Sie wird auf Gewichtsverlust und Blutzuckerkontrolle untersucht, ist aber für koronare Herzerkrankung noch nicht als Standardempfehlung untersucht.
Ein potenzieller Vorteil ist der Gewichtsverlust; viele ketogene Diäten sind jedoch reich an gesättigten Fetten, was nachteilig sein kann. Vorsicht ist geboten, und es erfordert immer die Anleitung durch einen Kardiologen und Ernährungsberater.
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**Ernährungsentscheidungen sind maßgeschneidert.** Jede Person mit koronarer Herzerkrankung ist anders: Medikamentengebrauch, andere Erkrankungen (Diabetes, Nierenprobleme), Vorlieben und Lebensbedingungen spielen alle eine Rolle. Ein spezialisierter Kardial-Ernährungsberater kann helfen, einen Ernährungsplan zusammenzustellen, der zu deiner Situation passt und mit deiner Behandlung einhergeht. Spreche immer mit deinem Behandler, bevor du große Ernährungsveränderungen vornimmst.
_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._