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Lungenkrebs (nicht-kleinzellig)

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Ernährung bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

Ernährung spielt eine unterstützende Rolle bei der Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Forschung zeigt, dass der Ernährungszustand und die Muskelzusammensetzung von Patienten beeinflussen, wie gut sie die Behandlung vertragen und welche Ergebnisse sie erzielen. Dieser Reiter beschreibt, welche Ernährungsmuster und Diäten bei dieser Krankheit untersucht oder angewendet werden.

Proteinreiche Ernährung und Muskelunterstützung

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Proteinreiche Ernährung basiert auf der Idee, dass täglich ausreichend Protein aufgenommen wird, um die Qualität von Muskeln und Gewebe zu erhalten. Dies ist besonders wichtig für Lungenkrebspatienten, da starker Gewichtsverlust und Muskelabbau (Sarkopenie) häufig vorkommen und durch die Krankheit selbst sowie durch Behandlungen wie Chemotherapie, Strahlentherapie oder Chirurgie verschlimmert werden können.

Aktuelle Forschung (2026) zeigt, dass Patienten mit besser erhaltener Muskelmasse besser auf Immuntherapie ansprechen und weniger Komplikationen nach einer Operation haben. Studien deuten darauf hin, dass der 'prognostische Ernährungsindex' — ein Maß, das Protein, Gewicht und Entzündungswerte kombiniert — mit der Überlebensrate zusammenhängt. Patienten mit besserer Ernährung haben weniger schwerwiegende Nebenwirkungen von Therapien und bessere Heilungschancen nach einer Operation.

Ein wichtiger Punkt: es geht nicht nur um Kalorien, sondern vor allem um ausreichend Protein in Kombination mit körperlicher Aktivität. Die Muskelmasse ist ein starker Prädiktor für die Verträglichkeit von Behandlungen.

*Risiken:* keine direkten Risiken bekannt; allerdings ist es wichtig, dass die Proteinzufuhr richtig um Chemotherapie- oder Bestrahlungstage herum eingeplant wird, da diese Tage Magen-Darm-Beschwerden verursachen können.

Immununterstützende Ernährung (perioperative Ernährung)

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Perioperative immununterstützende Ernährung besteht aus Nährstoffen (wie spezifischen Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren und bestimmten Vitaminen), die speziell zusammengestellt sind, um das Immunsystem rund um den Zeitpunkt einer Operation zu stärken. Dies wird besonders bei Patienten untersucht, bei denen ein Lungenkrebstumor operativ entfernt werden muss.

Forschung aus dem Jahr 2026 zeigt, dass Patienten, die perioperativ zusätzliche Immununterstützung erhalten, nach der Operation weniger Infektionen und Komplikationen haben und kürzer im Krankenhaus bleiben müssen. Das Prinzip besteht darin, dass der Körper rund um eine chirurgische Einheit extra 'Ernährungswaffen' nutzen kann, um die Heilung zu fördern.

Diese Art von Ernährung ist normalerweise Teil eines Gesamtpakets rund um den Eingriff; Hausärzte oder Krankenhausdiätassistenten stellen dies zusammen.

*Risiken:* keine bekannten Risiken; eine gute Abstimmung mit dem Behandlungsteam ist jedoch wichtig, damit der Zeitpunkt mit der Operation übereinstimmt.

Mediterranes Ernährungsmuster

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Das mediterrane Ernährungsmuster konzentriert sich auf viel Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Fisch, Olivenöl und moderate Mengen Fleisch. Das Muster ist entzündungshemmend und enthält viele Antioxidantien.

Für Lungenkrebs wurde dieses Muster in einigen Studien untersucht, da Lungenkrebspatienten häufig mit Entzündungsreaktionen zu kämpfen haben, die die Krankheit beschleunigen oder die Behandlung erschweren können. Das Muster kann helfen, diese Entzündungswerte niedrig zu halten, obwohl die direkten Beweise speziell für Lungenkrebs noch begrenzt sind. Es wurde jedoch gezeigt, dass Patienten mit niedrigeren Entzündungswerten besser auf Immuntherapie ansprechen.

*Risiken:* keine bekannten Risiken für Krebspatienten; ein vorsichtiger Hinweis: bei bestimmten Immuntherapien können bestimmte Nährstoffe Wechselwirkungen haben (beispielsweise bestimmte Nahrungsergänzungsmittel), daher ist eine Abstimmung mit dem Team ratsam.

Ketogene Diät

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Die ketogene Diät schränkt Kohlenhydrate stark ein und erhöht Fette und Proteine, wodurch der Körper in Ketose gerät (ein Stoffwechselzustand). Theoretisch könnte dies Krebszellen behindern, da diese glukoseabhängig sind. Für Lungenkrebs wurden bisher keine bedeutsamen klinischen Studien abgeschlossen.

Einige präklinische Studien deuten auf mögliche Effekte hin, aber das reicht bei weitem nicht für eine Empfehlung aus. Lungenkrebspatienten haben bereits ein hohes Risiko für Gewichtsverlust; eine sehr restriktive Diät kann dies verschlimmern.

*Risiken:* Gewichtsverlust, möglicherweise gestörte Nährstoffaufnahme, Müdigkeit. Nicht empfohlen ohne strikte Anleitung des Behandlungsteams.

Ernährung bei Gewichtsverlust und Ernährungsbedarf

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Gewichtsverlust ist ein großes Problem bei vielen Lungenkrebspatienten. Dies kann vom Tumor selbst herrühren (der viel Energie verbraucht), von Behandlungen (Chemotherapie und Bestrahlung können Appetit und Magen-Darm-Trakt stark beeinträchtigen) und von Nebenwirkungen wie Übelkeit und Geschmacksveränderungen.

Eine gezielte Ernährungspolitik – mit höherer Kalorien- und Proteindichte, kleinen verteilten Mahlzeiten und Anpassung an das, was der Patient essen kann – ist gut erforscht und Teil der Standardbehandlung. Patienten mit besser erhaltenenem Gewicht und Ernährungszustand erholen sich schneller von Operationen, vertragen Chemo- und Immuntherapie besser und haben bessere Überlebenschancen.

Der ‚Prognostic Nutritional Index' (PNI), eine Zahl, die Serumalbumin (Eiweiß im Blut), Gesamtzahl der Lymphozyten und anderes kombiniert, erwies sich in mehreren 2026-Studien als starker Prädiktor für Ergebnisse. Patienten mit höheren PNI-Werten schneiden besser ab.

*Risiken:* keine, aber das Timing und die Anpassung an Behandlungszeitpunkte sind entscheidend; schlecht getimte Ernährung kann Nebenwirkungen verschlimmern.

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Ernährungswahl und -unterstützungsstrategie sind Maßarbeit. Sie gehören in die Behandlungsplanung mit deinem eigenen Arzt, Lungenarzt oder spezialisierten Ernährungsberater. Sie kennen deine vollständige Situation – welche Behandlung du erhältst, deine Geschmacksveränderungen, dein Magen-Darm-System – und können entsprechend anpassen. Viele Krankenhäuser haben Diätassistenten, die sich auf Krebsernährung spezialisieren.

_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen musst. Weitere Studien zu Lungenkrebsvorkommen (nicht-kleinzellig) findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.