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Akute lymphatische Leukämie

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Ernährung bei akuter lymphatischer Leukämie

Forschung zur Ernährung bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL) zeigt, dass Ernährungsentscheidungen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Nebenwirkungen der Behandlung und bei der Unterstützung des Körpergewichts und der Energieversorgung spielen. Die Krankheit selbst und intensive Chemotherapie, Stammzelltransplantation und andere Behandlungen können schwerwiegende Folgen für Magen und Darm haben, was das Essen erschwert. Diese Informationen beschreiben, welche Ernährungsansätze untersucht oder angewendet werden, und was darüber bekannt ist.

Vollständige Ernährungstipps und Unterstützung bei Nebenwirkungen

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Das Krankenhaus und das Behandlungsteam passen die Ernährungsberatung normalerweise an die Phase und die Nebenwirkungen der Behandlung an. Dies bedeutet, dass die Ernährung flexibel angepasst wird, je nachdem wie der Darm und Magen auf Chemotherapie reagieren. Viele Kinder mit ALL erleben Beschwerden wie Übelkeit, Geschmacksveränderung, Mundtrockenheit, Speiseröhrenentzündung oder Durchfall, besonders während intensiver Chemotherapiephasen.

Forschung aus Krankenhäusern zeigt, dass Kinder, die systematische Ernährungsberatung erhalten – abgestimmt auf das, was sie essen können, ohne zu viel Unbehagen – besser ihr Gewicht halten und weniger Mangelernährung entwickeln. Eine Studie aus 2026 in Pakistan über Ernährungsveränderungen bei Kindern mit ALL zeigte, dass viele Kinder an Gewicht verlieren oder zunehmen, je nach ihrer Behandlungsphase und wie gut sie essen können. Ernährungsqualität (nicht nur Menge) erwies sich als wichtig für den Erhalt der Muskelmasse und der Immunfunktion.

Sowohl die Vorbeugung als auch die Bekämpfung von Mangelernährung und Übergewicht sind Ziele. Nach der Behandlung können einige Patienten längerfristig Appetit oder Verhalten um Essen anpassen.

Glutenfreie Diät

UnbewieseniKein wissenschaftlicher Beweis, dass es funktioniert

Eine glutenfreie Ernährung – das Vermeiden von Gluten aus Getreidesorten wie Weizen – wird manchmal für Menschen mit Darmbeschwerden untersucht. Bei ALL kann glutenfreies Essen für einige Patienten hilfreich sein, wenn sie Darmentzündung oder Durchfall haben, besonders wenn Glutenempfindlichkeit vorhanden ist.

Es gibt jedoch keine spezifischen Belege dafür, dass glutenfreie Ernährung für alle Patienten mit ALL von Vorteil ist. Die Diät hat nur Sinn, wenn tatsächlich eine Glutenempfindlichkeit nachgewiesen wurde, und kann sogar komplizierter sein, wenn sie unnötig restriktiv ist.

Bakteriengleichgewicht im Darm: Rolle der Ernährung und Probiotika

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Die Bakterienzusammensetzung im Darm – das Mikrobiom – verändert sich während und nach der ALL-Behandlung erheblich. Forschung aus 2026 zum Mikrobiom bei Kindern, die ALL überlebt haben, zeigte, dass ihre Darmbakterien deutlich anders waren als die gesunder Kinder, selbst Jahre nach der Behandlung.

Ernährung spielt eine Rolle darin, welche Bakterien gedeihen. Ernährung mit viel Ballaststoffen (Gemüse, Obst, Vollkorngetreide) unterstützt vorteilhafte Darmbakterien. Probiotika (lebensfähige Bakterien als Ergänzung) werden manchmal untersucht, aber es gibt noch keinen starken Konsens darüber, welche Arten helfen und wann. Es ist wichtig, Ernährungsentscheidungen in diesem Bereich mit dem Behandlungsteam abzustimmen, da bestimmte Probiotika auch Risiken für Patienten mit geschwächtem Immunsystem bergen können.

Kohlenhydratreiche Ernährung und schnelle Energiezufuhr

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Patienten mit ALL benötigen während intensiver Behandlung zusätzliche Energie. Wenn das Essen aufgrund von Nebenwirkungen schwierig ist, sind kalorienreichere Getränke, Suppen und zugängliche Kohlenhydratquellen (wie Reis, Nudeln, Mehl) oft Teil der täglichen Ernährung. Dies hilft, Gewichtsverlust zu verhindern und Energie zur Heilung bereitzustellen.

Forschung zeigt, dass Patienten, die leicht verdauliche, energiereiche Ernährung erhalten, die dem entspricht, was sie essen können, besser ihr Gewicht halten als Patienten, die keine gezielte Unterstützung erhalten.

Proteinreiche Ernährung und Muskelerhaltung

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Protein ist notwendig für die Reparatur von Gewebe und den Erhalt von Muskelmasse, besonders weil Chemotherapie Zellen abbaut und der Körper viel reparieren muss. Ernährung mit ausreichend Protein (aus Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen) ist Teil der Standardbegleitung.

Untersuchungen zu Ernährungsveränderungen bei Kindern mit ALL zeigen, dass Patienten, die ausreichend Protein erhalten, weniger Muskelmasse verlieren und besser genesen. Dies ist besonders wichtig, weil einige Kinder Gewichtsverlust haben und am Ende der Behandlung wieder stärker werden müssen.

Einschränkung bestimmter Nährstoffe durch Nebenwirkungen (Laktose, Fett, Ballaststoffe)

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Je nach Darmentzündung, Durchfall oder Absorptionsproblemen können Ernährungsanpassungen notwendig sein. Dies kann bedeuten, dass Laktose (aus Milch), Fett oder viel Rohfaser vorübergehend schlechter verträglich ist.

Ernährungsratschläge werden meist individuell vom Ernährungsberater auf der Grundlage dessen bestimmt, was der Patient verträgt. Diese Einschränkung ist normalerweise nicht dauerhaft, sondern passt sich der Behandlungs- und Genesungsphase an.

Antioxidantien und Ernährung: Vorsicht bei bestimmten Supplementen

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Untersuchungen aus 2026 zu Stoffwechselmustern bei Kindern mit ALL zeigten, dass sich bestimmte Metaboliten und oxidative Prozesse verändern. Dies hat die Aufmerksamkeit auf die Frage gelenkt, ob antioxidantienreiche Ernährung (Gemüse, Obst mit Vitaminen und Polyphenolen) schützend sein kann.

Allerdings: Es ist Vorsicht bei starken Antioxidantienergänzungsmitteln erforderlich. Einige davon können die Wirksamkeit der Chemotherapie oder der Stammzelltransplantation beeinträchtigen. Ernährung mit natürlichen Antioxidantien (frisches Obst, Gemüse) wird allgemein als sicher angesehen, aber zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel sollten immer mit dem Behandlungsteam besprochen werden.

Überwachung von Gewicht und Ernährungsstatus nach Stammzelltransplantation

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Patienten, die sich einer Stammzelltransplantation für ALL unterziehen, haben zusätzliche Ernährungsrisiken durch Transplantat-gegen-Wirt-Krankheit (GVHD) des Darms, was Essen schmerzhaft oder unmöglich machen kann. Untersuchungen zu Spätkomplikationen nach Transplantation haben gezeigt, dass einige Patienten langfristige Veränderungen in der Fettmobilisierung (Lipodystrophie) haben können, was Essgewohnheiten und Stoffwechsel beeinflusst.

Regelmäßige Überwachung von Gewicht und Ernährungsstatus durch Ernährungsfachleute ist Teil der Langzeitbetreuung.

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**Ernährungsentscheidungen bei ALL hängen stark von der Behandlungsphase, Nebenwirkungen und individueller Verträglichkeit ab.** Dies macht Ernährung echte Maßarbeit. Es ist wichtig, Ernährungsfragen und Wünsche immer mit deinem Behandlungsteam oder einem spezialisierten Ernährungsberater zu besprechen, besonders weil bestimmte Ernährungsentscheidungen die Wirkung von Medikamenten oder die Immunrekonstitution beeinflussen können.

_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worüber die Forschung geht, damit du nicht auf einen englischen Fachtitel angewiesen bist. Weitere Studien über Akute lymphatische Leukämie findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.