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Spinale Muskelatrophie (SMA)

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Behandlungsmethoden bei spinaler Muskelatrophie

Die Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA) zielt darauf ab, den Muskelschwund zu verlangsamen, die Funktion zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern. In den letzten Jahren wurden mehrere Medikamente zugelassen, die direkt auf die genetische Ursache einwirken. Darüber hinaus bleibt Supportivtherapie wesentlich: Physiotherapie, Logopädie, Ernährungsunterstützung und Hilfe bei Atemproblemen.

Welche Behandlung geeignet ist, hängt vom SMA-Typ, dem Alter des Patienten und dem Fortschritt des Muskelschwunds ab. Eine frühe Diagnose und schneller Behandlungsbeginn verbessern die Chancen auf Funktionsererhalt erheblich.

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Gentherapie

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Bei der Gentherapie wird eine funktionierende Kopie des fehlenden SMN-Gens über ein Virus direkt in den Körper gebracht. Dies hilft Zellen, das SMN-Protein erneut herzustellen. Die Behandlung wird einmalig durch Injektion in den Wirbelkanal oder durch intravenöse Infusion verabreicht.

Dieser Ansatz funktioniert am besten, wenn er früh im Krankheitsverlauf gegeben wird — besonders bei kleinen Kindern und bei präsymptomatischen Patienten (angeboren mit dem Gendefekt, aber noch ohne Symptome). Bei bereits fortgeschrittenem Muskelschwund können beschädigte Nerven nicht mehr wiederhergestellt werden.

Bekannte Nebenwirkungen sind unter anderem Reaktionen auf das Virusträgermaterial (das das Immunsystem aktiviert) und in seltenen Fällen Leberentzündung. Diese werden normalerweise in einer Krankenhausumgebung erkannt und behandelt.

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Spleiß-Modifikatoren (Antisense-Oligonukleotide und Risdiplam)

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Diese Mittel wirken zum Zeitpunkt des DNA-Ablesens in Zellen. Sie veranlasen den Körper, ausreichend SMN-Protein aus dem zugrunde liegenden SMN2-Gen herzustellen, das dem defekten SMN1-Gen sehr ähnlich ist.

**Antisense-Oligonukleotide** (wie Nusinersen) werden regelmäßig durch Injektion in den Wirbelkanal gegeben. **Risdiplam** ist eine Tablette oder Flüssigkeit, die oral eingenommen wird.

Beide Arten sind in offizielle Behandlungsleitlinien aufgenommen. Studien zeigen, dass sie den Muskelschwund verlangsamen können und in einigen Fällen sogar vorsichtig die Funktion verbessern können, besonders wenn sie früh in der Krankheit gegeben werden.

Nebenwirkungen von Spleiß-Modifikatoren können Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Tremor (Zittern) und selten schwerwiegende Reaktionen umfassen. Risdiplam kann auch Schlafprobleme verursachen. Diese Mittel werden unter ärztlicher Überwachung verabreicht und überwacht.

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Supportivtherapie und Physiotherapie

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Unabhängig davon, welches Medikament verwendet wird, bleibt körperliche Therapie wichtig. Physiotherapie hilft, Muskeln aktiv und so flexibel wie möglich zu halten. Logopäden arbeiten an Kauen und Schlucken, besonders bei Typen, bei denen auch die Schädel- und Halsmuskulatur schwächer wird.

Wenn die Atmung schwieriger wird, kann ein Schlaf-Atemgerät (CPAP) nachts den Sauerstoff- und CO₂-Spiegel ausgleichen. In schweren Fällen kann mechanische Beatmung erforderlich sein.

Ernährungsunterstützung — manchmal über eine Ernährungssonde durch die Nase oder direkt in den Magen — stellt sicher, dass Patienten ausreichend Kalorien und Flüssigkeitszufuhr erhalten, wenn Essen und Trinken schwierig werden.

Knochenschwund (Osteoporose) ist eine häufige Begleiterscheinung und kann durch angemessene Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr und wenn nötig zusätzliche Medikation verhindert werden.

Diese Maßnahmen sind nicht "optional"; sie verbessern Komfort und Lebensdauer erheblich.

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Behandlung von verkrampfter Körperhaltung (Camptocormia)

Wenn die Rückenmuskeln stark schwächen, kann sich die Wirbelsäule nach vorne beugen (Camptocormia). Dies kann Atmung, Nahrungsaufnahme und Lebensqualität stark einschränken.

**Botulinumtoxin-Behandlungen**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Botulinumtoxin wird lokal in bestimmte Rückenmuskeln injiziert, um diese zu entspannen. Dies kann die Vorwärtsbeugung teilweise korrigieren und Patienten aufrechter sitzen lassen. Die Wirkung ist vorübergehend und eine Wiederholung ist erforderlich.

Dies wird noch nicht in allen Richtlinien standardmäßig empfohlen, aber aktuelle Reviews zeigen vorsichtige Vorteile, besonders für gezielt behandelte Körperbereiche. Nebenwirkungen sind meist lokal und gering.

**Rückenstütze und Orthesen**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Spezielle Stützkorsetts können die Wirbelsäule unterstützen und Schmerzen verringern. Diese sind nicht-pharmakologisch und haben keine Nebenwirkungen, erfordern aber Anpassungen und regelmäßige Kontrolle auf Druckstellen.

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Experimentelle Ansätze

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Eine Reihe von Medikamenten wird derzeit untersucht:

- **Salanersen** (und andere Antisense-Oligonukleotide neuerer Generation) werden in klinischen Studien bei präsymptomatischen Kindern getestet – also bevor Symptome auftreten. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass präventive Behandlung möglicherweise noch wirksamer sein könnte.

- **Kombinationstherapie** – die gleichzeitige Anwendung von Gentherapie und Spleißmitteln – wird in Studien untersucht, um zu sehen, ob dies besser wirkt als jedes Mittel einzeln.

- **Untersuchungen zur glymphatischen Dysfunktion** (Probleme bei der Abfallbeseitigung im Nervengewebe bei SMA Typ 2 und 3) können zu zusätzlichen Wirkmechanismen führen, um Nervenzellschäden zu verhindern.

Diese Behandlungen sind außerhalb von Forschungsumgebungen noch nicht verfügbar.

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Behandlung von Begleitsymptomen

**Schlafapnoe**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Viele Patienten mit SMA bekommen Schlafapnoe (Atemstillstände während des Schlafs). Dies wird durch Schlafuntersuchungen festgestellt und mit nächtlicher Beatmung (CPAP oder Bilevel PAP) behandelt. Dies verbessert Sauerstoffwerte und Schlafqualität erheblich.

Aktuelle Studien untersuchen, wie neue Medikamente (besonders Risdiplam) das Schlafapnoe-Muster beeinflussen – manchmal verbessernd, manchmal unverändert.

**Autonome Dysfunktion**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Einige Patienten mit SMA haben Probleme mit Herzrhythmus, Blutdruck und Schwitzen. Dies wird zunehmend als Teil der Krankheit erkannt. Medikamente, die das autonome Nervensystem regulieren, sind Gegenstand von Forschungen.

**Schmerzen und Spastizität**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Muskelkrämpfe und Schmerzen sind häufig. Diese können durch Physiotherapie unterstützt werden, manchmal ergänzt durch Entspannungsmittel. Botulinumtoxin wird auch bei generalisierter Spastizität verwendet, wenn diese schwerwiegend ist.

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Unterstützende Versorgung durch Anbieter

Unabhängig davon, welches Medikament verwendet wird, bleibt die Koordination zwischen Neurologen, Rehabilitationsmedizinern, Pneumologen und anderen Fachleuten wichtig. In vielen Ländern arbeiten SMA-Zentren nach diesem multidisziplinären Modell. Dies hilft, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und die Behandlung auf das anzupassen, was für diesen spezifischen Patienten wirkt.

Psychologische Unterstützung für Patienten und Familien ist ebenfalls Teil einer guten Versorgung, angesichts der Auswirkungen einer fortschreitenden Muskelerkrankung auf den Alltag und die Zukunftsplanung.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen musst. Weitere Studien über Spinale Muskelatrophie (SMA) findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.