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Parkinson-Krankheit

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Behandlungsmethoden bei der Parkinson-Krankheit

Die Behandlung von Parkinson konzentriert sich darauf, Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu bewahren. Es gibt keine Behandlungen, die die zugrunde liegende Schädigung von Gehirnzellen stoppen, aber verschiedene Ansätze, die Bewegungsprobleme, Steifheit und Tremor reduzieren können. Die Wahl einer Behandlung hängt vom Stadium der Krankheit, welche Symptome am lästigsten sind, und davon ab, wie jemand auf frühere Medikamente reagiert hat.

Medikamente, die Dopamin ergänzen oder ersetzen

**Levodopa (L-DOPA)**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Levodopa ist das wirksamste Mittel gegen die Bewegungssymptome von Parkinson. Der Körper wandelt Levodopa in Dopamin um, einen Stoff, dessen Menge bei Parkinson-Patienten abnimmt. Da Dopamin das Gehirn nicht direkt erreichen kann, wird Levodopa als Ersatz verwendet. In einem frühen Stadium können viele Menschen mit kleineren Dosen bereits erhebliche Erleichterung von Steifheit und Langsamkeit spüren. Mit fortschreitender Krankheit kann die Wirkungsdauer jeder Dosis kürzer werden, was zu wechselnden Perioden besserer und schlechterer Funktionsfähigkeit führt ('On-Off-Fluktuationen').

Bekannte Nebenwirkungen sind Übelkeit (besonders am Anfang), Bewegungsstörungen (Choreoathetose) nach längerem Gebrauch, Schläfrigkeit und allgemein die gleichen Nebenwirkungen wie andere Dopaminersatzstoffe: Blutdruckabfall beim Aufstehen, Halluzinationen in späteren Stadien und impulsives Verhalten. Diese Auswirkungen sind von Person zu Person sehr unterschiedlich.

**Dopamin-Agonisten (unter anderem Pramipexol, Ropinirol, Rotigotin)**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Dopamin-Agonisten ahmen die Wirkung von Dopamin im Gehirn nach. Sie werden besonders in einem frühen Stadium verwendet, manchmal allein und später in Kombination mit Levodopa. Sie können Tremor und Steifheit reduzieren, allerdings normalerweise weniger kraftvoll als Levodopa. Der Vorteil besteht darin, dass sie nicht sofort 'aufgebraucht' werden, wie Levodopa nach einigen Jahren.

Die Nebenwirkungen überlappen teilweise mit denen von Levodopa: Übelkeit, Schläfrigkeit, Blutdruckabfall, Halluzinationen. Eine besondere Sorge ist das Risiko von impulsivem Verhalten (Glücksspiel, Online-Shopping, hemmungsloser Appetit) bei einigen Benutzern, besonders bei höheren Dosen. Auch Schwellungen von Knöcheln und verringerte Wachsamkeit können auftreten.

**Hemmstoffe der Catechol-O-Methyltransferase (COMT-Hemmstoffe)**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Diese Medikamente (Entacapon ist am häufigsten) verlängern die Wirkungsdauer von Levodopa, indem sie den Abbau davon im Körper verlangsamen. Sie werden normalerweise in Kombination mit Levodopa verwendet, besonders wenn jemand weniger stabil wird und die Symptome stärker zu schwanken beginnen. Sie fügen keine eigene Dopaminwirkung hinzu, sondern 'strecken' die Wirkung jeder Levodopa-Dosis.

Nebenwirkungen sind gering, können aber Durchfall, dunklen Urin und erhöhte Herzfrequenz umfassen.

**Monoaminoxidase-B-Hemmstoffe (MAO-B-Hemmstoffe, beispielsweise Selegilin, Rasagilin)**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

MAO-B-Hemmstoffe hemmen den natürlichen Abbauprozess von Dopamin im Gehirn. Sie können besonders in einem frühen Stadium als Monotherapie verwendet werden oder später zusammen mit Levodopa oder Dopamin-Agonisten. Die Wirkung ist normalerweise moderat, aber einige Studien deuten darauf hin, dass sie möglicherweise den Krankheitsverlauf verlangsamen könnten, obwohl dies nicht endgültig nachgewiesen wurde.

Nebenwirkungen sind normalerweise gering. In Kombination mit bestimmten anderen Medikamenten (besonders bestimmte Antidepressiva und Opioide) können Risikosituationen entstehen.

Mittel für nicht-motorische Symptome

**Anticholinergika (beispielsweise Benztropin)**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Diese Medikamente wirken gegen Tremor und Steifheit, indem sie ein anderes Neurotransmittersystem (Acetylcholin) hemmen. Sie werden seltener als früher gegeben, da sie weniger wirksam als Levodopa sind und stärkere Nebenwirkungen haben. Sie können jedoch in einem frühen Stadium nützlich sein, wenn Tremor dominant ist.

Nebenwirkungen sind ziemlich viele: verschwommenes Sehen, trockener Mund, Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen, Verwirrung und Gedächtnisprobleme, besonders bei älteren Menschen.

**Antidepressiva**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Viele Menschen mit Parkinson erleben Depressionen und Angst. Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) und bestimmte andere Antidepressiva werden verschrieben, um diese Stimmungsstörungen zu behandeln. Dies behebt nicht direkt die Bewegungsprobleme, trägt aber zur Lebensqualität bei.

Nebenwirkungen hängen von der Art des Antidepressivums ab, umfassen aber Müdigkeit, sexuelle Funktionsstörungen und manchmal anfängliche Angstverschlimmerung.

**Medikamente gegen Schlaflosigkeit und Schläfrigkeit**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Viele Parkinson-Patienten leiden unter Albträumen, unruhigem Schlaf, Schlaflosigkeit oder übermäßiger Tagesschläfrigkeit. Schlafbezogene Probleme werden basierend auf dem spezifischen Problem behandelt (nächtliches Aufwachen, gestörter Nachtschlaf, plötzliches Einschlafen tagsüber). Verschiedene Medikamente und Ansätze können helfen.

**Medikamente für Magen-Darm- und Blasenstörungen**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Verstopfung und Schwierigkeiten beim Wasserlassen sind sehr häufig bei Parkinson. Diese können direkt Folge der Krankheit selbst oder der Medikamente sein. Laxantien, Flüssigkeitszufuhr und bestimmte Medikamente (zum Beispiel Domperidon für Magen-Darm-Störungen) werden verwendet. Verstopfungs-Medikamente sind besonders wichtig, da schwere Verstopfung die Aufnahme von Parkinson-Medikamenten beeinträchtigen kann.

Bewegungstherapie und Rehabilitation

**Physiotherapie**

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Regelmäßige angeleitete Bewegungstherapie hilft, Muskeln geschmeidig zu halten, Gleichgewichtsstörungen und Sturzneigung zu bekämpfen und Mobilität länger zu bewahren. Dies funktioniert besser, wenn es früh in der Krankheit beginnt. Physiotherapie ersetzt Medikamente nicht, sondern ergänzt sie: Training hilft, Unabhängigkeit zu bewahren und Sturzrisiken zu reduzieren.

**Logopädische Therapie**

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Viele Menschen mit Parkinson entwickeln Sprachprobleme (leise, monotone Stimme) und Schluckstörungen (Dysphagie). Logopädisches Training kann die Sprachklarheit verbessern und sicheres Essen und Trinken unterstützen. Dies ist besonders wichtig, da Schluckstörungen zu Ersticken, Unterernährung und Lungenentzündung führen.

Chirurgische Behandlungen

**Tiefe Hirnstimulation (THS)**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

THS ist eine Operation, bei der dünne Elektrodenkabel in spezifische Gehirnregionen implantiert werden, um sie mit regelmäßigen Impulsen zu stimulieren. Dies kann erhebliche Linderung von Tremor, Rigidität und Langsamkeit bieten, besonders im mittleren bis fortgeschrittenen Stadium. Es ist nicht für jeden geeignet: es hilft besonders bei denjenigen, deren Symptome noch gut auf Levodopa ansprechen, aber bei denen Medikamente weniger stabil wirken.

Das Verfahren erfordert gründliche Vorauswahl und wiederholte Anpassungen nach der Implantation. Nebenwirkungen umfassen Infektion, Blutung bei der Operation, Sprach- und Verhaltensveränderungen sowie technische Defekte des Geräts.

**Pallidotomie und Thalamotomie**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Dies sind ältere Operationstechniken, bei denen Hirngewebe zerstört (abladiert) wird. Sie werden heutzutage viel seltener verwendet, da THS in der Regel besser funktioniert und reversibel ist. Sie können noch bei Patienten vorkommen, die keine THS haben können.

Zusätzliche therapeutische Ansätze

**Physische Aktivität und Trainingsprogramme (einschließlich Tanz, Tai Chi)**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Verschiedene Formen regelmäßiger Bewegung (Tanz, Schwimmen, Yoga, Tai Chi) zeigen positive Effekte auf Balance, Gang und Lebensqualität. Es ist nicht ganz klar, ob dies die Krankheitsprogression verlangsamt, aber es trägt eindeutig zur Erhaltung der Mobilität und zum psychischen Wohlbefinden bei. Diese Ansätze sind eher eine Ergänzung als ein Ersatz für Medikamente.

**Vagusnerv-Stimulation (VNS)**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Aktuelle Forschungen untersuchen, ob die Stimulation des Vagusnervs (über Elektroden oder nicht-invasive Methoden) Parkinson-Symptome verbessern kann. Dies ist noch nicht in die Standardbehandlung aufgenommen worden, wird aber in klinischen Studien untersucht wegen der Verbindung zwischen Nervensystem und Immunregulation.

**Urolithin A**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Urolithin A ist ein Stoff aus bestimmten Nahrungskomponenten, der in Laborstudien neuroprotektive Wirkung gegen parkinsonähnliche Schäden zeigte. Die Forschung ist noch sehr früh und experimentell; es gibt keinen Nachweis der Wirksamkeit bei Menschen mit Parkinson.

**Cannabidiol (CBD)**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

In Laborsituationen zeigt CBD (ein Bestandteil von Cannabis ohne psychoaktive Wirkung) mögliche neuroprotektive Effekte gegen bestimmte Formen von Zellschäden. Bei Menschen mit Parkinson ist der Nachweis noch sehr begrenzt. Es wird in einer Reihe von klinischen Studien untersucht, besonders für nicht-motorische Symptome wie Angst und Schlaflosigkeit.

Experimentelle Richtungen

**Immunmodulatoren**

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Da die Forschung Hinweise gibt, dass Entzündung und Immunveränderungen eine Rolle bei Parkinson spielen, wird nach Mitteln gesucht, die das Immunsystem neu schützen oder Entzündungsprozesse hemmen können. Dies ist noch nicht in klinischer Anwendung, läuft aber in Studien.

**Gentherapie**

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

In Forschungsstadien werden Möglichkeiten untersucht, um durch Genbearbeitung mehr Dopamin in Hirnregionen herzustellen oder Zellschäden zu verhindern. Dies ist noch sehr experimentell und nicht außerhalb spezieller Forschung verfügbar.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachbegriff verlassen musst. Weitere Studien über die Parkinson-Krankheit findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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