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Epidermolysis bullosa

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Behandelungsoptionen für Epidermolysis bullosa

Die Behandlung von Epidermolysis bullosa konzentriert sich hauptsächlich auf Wundbehandlung, Infektionsprävention und Symptomkontrolle. Da die zugrunde liegende genetische Ursache nicht behoben werden kann, zielen Behandlungen normalerweise darauf ab, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Der Ansatz variiert je nach Typ und Schweregrad der Erkrankung.

Wundbehandlung und lokale Maßnahmen

**Wundreinigung und Verbandwechsel**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Die regelmäßige Reinigung offener Wunden und Blasenstellen ist der Grundstein der täglichen Pflege. Dies geschieht normalerweise mit milder Seife und sauberem Wasser oder steriler Salzlösung. Nach der Reinigung werden Wunden häufig mit speziellem Verbandsmaterial abgedeckt, das Feuchtigkeitsregulation und Schutz bietet. Das Ziel ist es, Infektionen zu vermeiden, Schmerzen zu begrenzen und die Heilung zu fördern. Die Wahl des Verbandsmaterials hängt vom Wundtyp und der Lokalisation ab; viele Patienten verwenden Silikon-, Schaum- oder Hydrokolloidverbände. Mögliche Nebenwirkungen sind minimal, aber der Verbandwechsel kann Schmerzen verursachen, besonders bei schweren Formen der Erkrankung.

**Topische antibakterielle Mittel**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Bei bakterieller Infektion oder zu deren Prävention werden lokal antibakterielle Substanzen angewendet, darunter silberhaltige Verbände und in einigen Fällen Gentamicin. Aktuelle Studien untersuchen die Verwendung von Gentamicin in topischer Form zur Wundheilung; dies ist noch nicht Standard und wird hauptsächlich in spezialisierten Zentren untersucht. Nebenwirkungen von topischen Mitteln beschränken sich normalerweise auf lokale Reizung oder Allergie gegen bestimmte Substanzen.

**Verbands- und Drucktherapie**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Angepasste Verbandstechniken und gezielte Druckkleidung helfen, Blasenbildung zu begrenzen und Hautverkurzungen (Kontrakturen) zu vermeiden. Dies umfasst auch spezialisierte Schienen und Orthesen, zum Beispiel für Hände und Füße. Eine aktuelle Studie beschrieb den Nutzen angepasster weicher Schienen nach chirurgischen Eingriffen bei Handkontrakturen. Diese Maßnahmen tragen zur Mobilität bei und verhindern schwere Deformitäten, erfordern aber regelmäßige Anpassung.

Chirurgische Verfahren

**Narbenfreigabe und Kontrakturbehandlung**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Bei schweren Narben oder Bewegungseinschränkungen können chirurgische Eingriffe in Betracht gezogen werden, um Haut freizugeben und mehr Bewegungsfreiheit wiederherzustellen. Dies gilt besonders für Hände und Finger. Eine Langzeitfolgestudie zeigte, dass wiederholte chirurgische Interventionen bei Patienten mit rezessiver dystrophischer EB die Fußfunktion über Jahre hinweg erhalten können. Risiken sind unter anderem Blasenbildung nach dem Eingriff und Rezidiv (Rückkehr) von Narben.

**Hauttransplantation**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Bei großflächigem Wundverlust kann chirurgische Hauttransplantation in Betracht gezogen werden. Dies kann aus autologer Haut (Haut des Patienten selbst) oder biologischen Ersatzstoffen bestehen. Bei bestimmten schweren EB-Formen ist der Erfolg jedoch begrenzt, da die zugrunde liegende genetische Störung erhalten bleibt.

Systemische Medikamente

**Schmerzbekämpfung**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Da Wundbehandlung und Blasenbildung erhebliche Schmerzen verursachen können, werden Analgetika (Schmerzmittel) auf verschiedenen Ebenen eingesetzt. Dies kann von leichten bis zu starken Mitteln reichen, je nach Schweregrad und Situation des Schmerzes. Nebenwirkungen hängen vom spezifischen Mittel ab und können Verstopfung und Schläfrigkeit umfassen.

**Ivermectin (experimentelle Anwendung)**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Eine aktuelle Studie beschrieb die Anwendung von Ivermectin bei junktionaler EB mit Hinweisen auf verbesserte Wundheilung und vermindertes Jucken. Dies ist keine Standardbehandlung und wird in spezifischen Forschungsumgebungen untersucht. Nebenwirkungen können Kopfschmerzen, Schwindel und Bauchbeschwerden umfassen.

**Laxantien**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Viele EB-Patienten, besonders Kinder, erhalten Laxantien (Abführmittel) verschrieben, da die Erkrankung und bestimmte Medikamente Verstopfung verursachen können. Dies ist unterstützende Pflege, die auf Komfort und Vorbeugung von Komplikationen abzielt.

**Antibiotische Behandlung von Infektionen**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Wenn Wunden bakteriell infiziert werden, werden systemische Antibiotika verschrieben. Die Wahl hängt von der Art des Bakteriums ab. Nebenwirkungen können Allergie, Magen-Darm-Störungen und (bei Langzeitanwendung) Resistenzentwicklung umfassen.

Ernährung und Mundgesundheitspflege

**Mundpflege und zahnärztliche Betreuung**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Bei bestimmten EB-Formen (besonders junktionale und mutilans-Typen) können Blasen im und um den Mund schwerwiegend sein, was Essen, Trinken und Zähneputzen erschwert. Spezielle mundhygienische Maßnahmen und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind wichtig. Aktuelle Richtlinien beschreiben spezialisierte Mundbehandlung für hereditäre bullöse Erkrankungen.

**Ernährungsunterstützung**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Viele Patienten haben Schwierigkeiten beim Essen aufgrund von Blasen im Mund und in der Speiseröhre. Ernährungsberatung und manchmal zusätzliche Trinknahrung helfen, Unterernährung zu vermeiden. Bei sehr schweren Formen kann Sondenernährung erforderlich sein.

Medikamente in der Untersuchung und innovative Therapien

**Gentherapie**

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Gentherapie für dystrophische EB befindet sich in der Forschungsphase. Das Prinzip ist, das defekte Gen, das Typ-VII-Kollagen (Ankerprotein der Haut) kodiert, zu reparieren. Verschiedene Studien laufen; einige zeigen vielversprechende Ergebnisse bei der Förderung der Wundheilung. Dies ist derzeit außerhalb von klinischen Versuchsplänen nicht verfügbar.

**Stammzelltherapie und Genmodifikation**

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Behandlungen, die auf Hautstammzellen und Genmodifikationstechniken (einschließlich CRISPR) abzielen, werden untersucht. Forschungen konzentrieren sich auf das Potenzial von angepassten Haarzellen oder Hautzellen mit normal funktionierenden Genen, die rückgepflanzt werden. Dies ist noch nicht Standard.

**Wachstums- und Heilungsfaktoren**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Verschiedene Studien konzentrieren sich auf Faktoren, die Wundheilung fördern können, auch in Kombination mit photodynamischer Therapie. Dieser Ansatz befindet sich in frühen Forschungsstadien.

**Medikamente gegen Fibrose und Narbenbildung**

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Einige Studien konzentrieren sich auf die Hemmung übermäßiger Narbenbildung und Fibrose (Bindegewebsverhärtung) durch Blockierung bestimmter Wege. Dies ist noch nicht in breiter klinischer Anwendung.

Unterstützende Versorgung

**Psychologische Begleitung**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

EB ist mit erheblicher psychischer Belastung verbunden: Schmerz, sichtbare Narben, Bewegungseinschränkung und regelmäßige Krankenhausbesuche. Psychologische Unterstützung, mit oder ohne Psychopharmaka (wie Antidepressiva), ist Teil der integrierten Versorgung. Aktuelle Studien betonen die Auswirkungen auf die Lebensqualität für Kinder und Erwachsene.

**Physio- und Ergotherapie**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Bewegungstherapie und ergonomische Anpassungen helfen, die Mobilität zu erhalten und Kontrakturen zu vermeiden. Dies ist besonders für schwere Erkrankungen mit vielen Narben relevant.

**Infektionsprävention und Hygiene**

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Gute Hygiene und Vorsicht bei Wunden sind essentiell. Screenings auf bestimmte Bakterienarten können erforderlich sein, besonders in Krankenhausbereichen.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Untersuchung geht, sodass du dich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen musst. Weitere Studien zu Epidermolysis bullosa findest du bei Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.