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Systemischer Lupus erythematodes (SLE)

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Behandlungsmethoden bei systemischem Lupus erythematodes

Die Behandlung des schweren systemischen Lupus erythematodes (SLE) zielt darauf ab, die überaktive Immunantwort zu unterdrücken, Organschäden zu verhindern und Symptome zu lindern. Der Ansatz unterscheidet sich je nach Krankheitsphase und beteiligten Organen. Nachfolgend werden die wichtigsten Behandlungsgruppen beschrieben.

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Korticosteroide

Corticosteroide (wie Prednison oder Methylprednisolon) waren lange Zeit das Fundament der SLE-Behandlung. Sie unterdrücken Entzündungssignale im Immunsystem und helfen, Symptome schneller zu lindern, besonders bei schweren Schüben oder Organbefall.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Diese Mittel wirken, indem sie die Aktivität von Entzündungszellen hemmen und die Antikörperproduktion gegen den eigenen Körper verhindern. Bekannte Nebenwirkungen sind unter anderem erhöhter Blutzucker, Knochenentkalkung (Osteoporose) bei Langzeitanwendung, erhöhtes Infektionsrisiko, Schlafstörungen und Gewichtszunahme. Das Ziel ist normalerweise, die Dosis so niedrig wie möglich zu halten, besonders langfristig.

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Antimalariamedikamente

Hydroxychloroquin (und in einigen Fällen Chloroquin) werden seit Jahrzehnten bei SLE eingesetzt. Diese Mittel verringern Entzündungsaktivität und verhindern Schübe.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Antimalariamedikamente wirken, indem sie Entzündungsmoleküle in bestimmten Immunzellen hemmen. Sie helfen besonders bei Haut- und Gelenkmanifestationen, haben aber auch günstige Auswirkungen auf die Langzeiterkrankung. Nebenwirkungen sind insgesamt mild: Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und manchmal Augenbeschwerden bei Langzeitanwendung (regelmäßige Augenuntersuchungen werden empfohlen).

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Klassische Immunsuppressiva

Bei schwerem SLE, besonders bei Nierenbeteiligung (Lupus-Nephritis), werden Mittel wie Azathioprin, Mycophenolat und Cyclophosphamid eingesetzt.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Diese Stoffe hemmen die Vermehrung von Immunzellen. Bei Nierenbeteiligung wird Cyclophosphamid manchmal intravenös in Kombination mit anderen Mitteln verabreicht; Mycophenolat ist eine Alternative mit möglicherweise weniger Nebenwirkungen. Azathioprin hilft bei Erhaltung und Remission. Mögliche Nebenwirkungen sind Infektionen, Blutarmut, erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionen (wie Herpes zoster) und selten schwere Knochenmarktoxizität. Patienten unterziehen sich regelmäßigen Bluttests, um die Sicherheit zu überwachen.

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Biologische Mittel: Anti-B-Zell-Therapie

Rituximab (gegen B-Zellen gerichtet) und Belimumab (gegen BLyS gerichtet, einen Stoff, der B-Zellen aufrechterhält) sind biologische Mittel, die das Immunsystem gezielt angehen.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Belimumab ist speziell für SLE zugelassen und hilft, Schübe zu verhindern. Es kann subcutan oder intravenös verabreicht werden. Rituximab wird in einigen Ländern off-label bei SLE verwendet, besonders bei Nierenbeteiligung. Beide Mittel verringern schädliche Antikörper. Nebenwirkungen können Infektionen sein (besonders virale), Reaktionen an der Injektionsstelle und selten schwere Immunreaktionen.

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Biologische Mittel: andere Ziele

Neuere Biologika wie Anifrolumab (gegen den Interferon-Typ-I-Rezeptor gerichtet) und Dapirolizumab Pegol (gegen CD40-Ligand gerichtet) stellen neuere Ansätze dar.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Anifrolumab ist in einigen Ländern für mittelschweres bis schweres SLE zugelassen. Diese Mittel greifen an anderen Stellen im Immunsystem an als klassische Therapien. Studien zeigen einen Rückgang von Schüben und Verbesserung der Symptome. Nebenwirkungen umfassen Infektionen und Reaktionen an der Injektionsstelle. Langzeitdaten werden noch gesammelt.

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Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAIDs)

Bei milden Gelenk- und Hautmanifestationen können nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAIDs) verwendet werden.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Diese Mittel hemmen Entzündungsstoffe und helfen bei Schmerzen und Schwellungen. Sie sind jedoch nicht geeignet für schweres SLE oder Organbefall und können Nierenbeschwerden verschlimmern, besonders bei Patienten mit Nierenbeteiligung. Nebenwirkungen sind Magenbeschwerden, Darmirritation und selten Nierenschäden.

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Behandlung spezifischer Organbefall

Lupus-Nephritis (Nierenbeteiligung)

Bei Nierenschäden werden normalerweise Cyclophosphamid oder Mycophenolat verwendet, manchmal in Kombination mit Kortikosteroiden. Dies wird intravenös oder oral nach einem festgelegten Schema verabreicht.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Dieser intensive Ansatz zielt darauf ab, das Fortschreiten zu Nierenversagen zu verhindern. Nebenwirkungen hängen vom gewählten Medikament ab.

Nervensystembefall (Neurolupus)

Bei Befall des Gehirns oder der Nerven werden Kortikosteroide, Immunsuppressiva oder Cyclophosphamid in Betracht gezogen, je nach Schweregrad.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Die Wahl hängt von der spezifischen Beeinträchtigung ab (z. B. Gehirnentzündung, Depression oder Nervenschmerzen).

Lungenbeteiligung

Bei Lungenbeteiligung (Entzündung, Narbenbildung, Blutgefäße) können Kortikosteroide, Mycophenolat oder andere Immunsuppressiva erforderlich sein.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Die Behandlung ist auf die Art der Lungenbeteiligung und deren Schweregrad abgestimmt.

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Unterstützende Therapie

Teil der Behandlung ist die Vorbeugung und Behandlung von Nebenwirkungen der Medikamente selbst.

- **Osteoporose-Prävention**: Patienten, die über längere Zeit Kortikosteroide nehmen, erhalten manchmal Kalziumergänzung und Vitamine sowie regelmäßige Knochendichtekontrollen.
- **Infektionsprävention**: Bestimmte Impfstoffe können verabreicht werden (außerhalb aktiver Schübe); antiinfektive Prophylaxe bei bestimmten Immunsuppressiva.
- **Herzschutz**: Da SLE das Risiko für Herzerkrankungen erhöht, werden manchmal Statine verschrieben.

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Kontinuierliche Überwachung

Patienten unterziehen sich regelmäßigen Blutuntersuchungen (einschließlich Nierenfunktion, Blutzellen und Immunmarker), Urinuntersuchungen und möglicherweise Bildgebung, um die Krankheit zu überwachen und Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

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Experimentelle Ansätze

Derzeit werden in Forschungsphasen neue Ziele untersucht, unter anderem gegen bestimmte Entzündungsstoffe (wie Interleukin-17) und Signalmoleküle. Diese sind noch nicht in der regulären Praxis angewendet worden.

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Studie geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen musst. Weitere Studien über Systemische Lupus Erythematodes (SLE) findest du bei Veröffentlichungen und Studien.

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