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Alzheimer

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Alzheimer-Symptome und -Phasen

Alzheimer schreitet in Stadien voran, die sich allmählich ausbreiten. Es gibt keine scharfe Grenze zwischen den Phasen — sie gehen ineinander über. Die Symptome beginnen subtil und machen sich mit fortschreitender Krankheit zunehmend bemerkbar. Im Folgenden wird beschrieben, wie dieser Verlauf in der Regel aussieht, was Menschen in den einzelnen Phasen erleben und welche Daten zu Dauer und Verlauf der Erkrankung vorliegen.

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Frühstadium (leichter kognitiver Mangel oder frühe Demenz)

In diesem ersten spürbaren Stadium gibt es im Alltag immer noch keine ernsthaften Einschränkungen, aber jemand bemerkt geringfügige Veränderungen im Gedächtnis und Denken.

**Symptome: **

- **Gedächtnisbeschwerden**: Schwierigkeiten mit dem, was kürzlich passiert ist (vergessen, was Sie gestern Morgen gegessen haben), aber das Langzeitgedächtnis bleibt erhalten
- **Wortsuche**: „Verliere“ öfter ein Wort oder verwende eine Beschreibung
- **Wiederholte Fragen**: dieselbe Frage wiederholt stellen, kurz zuvor beantwortet
- **Planung und Organisation werden immer kniffliger: Die Verwaltung wird chaotisch, Konten können vergessen werden
- **Stimmungsstörungen**: Vorsicht, Vorsicht (Bevorzugung des Vertrauten), manchmal leichte Depression oder Reizbarkeit
- **Orientierungsprobleme in ungewohnten Umgebungen**: Verirren Sie sich in einem Einkaufszentrum, es ist schwieriger, eine unbekannte Route zu befahren
- **Wahrnehmung und Sprache**: meistens noch gut, aber manchmal Probleme, Wörter für abstrakte Begriffe zu finden

**Auswirkung auf das tägliche Leben: **

Viele Menschen sind immer noch in der Lage, ihren Haushalt unabhängig zu verwalten, obwohl Lebensmitteleinkäufe oder Drogennamen komplizierter werden können. Arbeit und Hobbys sind immer noch möglich, obwohl die Person merkt, dass Dinge länger dauern oder mehr Konzentration erfordern. Die Familie merkt, dass etwas „anders“ ist, aber die Person selbst kann das trotzdem vernünftig kompensieren.

**Zahlen zu dieser Phase: **

Das Frühstadium dauert im Durchschnitt **2 bis 7 Jahre**, obwohl es große individuelle Unterschiede gibt. In diesem Stadium beträgt die mediane Überlebenszeit nach der Diagnose etwa **8 bis 10 Jahre** (variiert je nach Studie und Population). Diese Zahlen basieren auf Patientenpopulationen in hochindustrialisierten Ländern; es gibt weltweit Unterschiede in der Diagnose und Versorgung (siehe Burden of Disease-Studie 2023). Es ist wichtig zu verstehen, dass es sich dabei um Durchschnittswerte in großen Gruppen handelt — manche Menschen schneiden in dieser Phase jahrzehntelang länger ab, während andere schon früher eine Beschleunigung spüren.

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Zwischenstadium (mäßiger kognitiver Mangel)

Dieses Stadium dauert normalerweise am längsten und ist durch stärkere Gedächtnis- und Verhaltensunterschiede gekennzeichnet.

**Symptome: **

- **Schweres Gedächtnisdefizit**: Erinnerung an wichtige Personen (Enkelkinder), familiäre Ereignisse, eigene Krankengeschichte
- **Vernachlässigung der Körperpflege**: Vergessen Sie das Zähneputzen, Duschen und das Anziehen sauberer Kleidung; Sie benötigen Erinnerungen
- **Schwierigkeiten bei den täglichen Aufgaben**: Kochen wird gefährlich (vergessen Sie, das Gas auszuschalten), das Waschen wird komplizierter, die Einnahme von Medikamenten wird ohne Aufsicht unmöglich
- **Sprach- und Sprachstörungen**: weniger Wörter verwenden, kurze Sätze, Schwierigkeiten zu verstehen, was andere sagen
- **Räumliche Desorientierung noch schlimmer**: Verwirrung darüber, wo sich die Toilette zu Hause befindet, sich in einer vertrauten Nachbarschaft verirren, sich nicht mehr in den eigenen vier Wänden orientieren
- **Verhaltensänderungen**: Unruhe beim Gehen (viel laufen ohne Ziel), sich wiederholendes Verhalten, manchmal Aggression oder sexuell unangemessenes Verhalten, gestörter Tag- und Nachtrhythmus (nachts wach, schläfriger Tag)
- **Aufmunternd und Angst**: Missverständnis der Situation, Antriebslosigkeit, Angst vor Veränderung, manchmal Wahnvorstellungen („meine Mutter wartet auf mich“)
- **Den Kontext nicht verstehen**: Ich kann nicht sagen, welche Jahreszeit es ist oder warum ein Besucher dort ist
- **Emotionale Unkontrollierung**: Weinen oder Lachen ohne ersichtlichen Grund

**Auswirkung auf das tägliche Leben: **

Unabhängiges Wohnen ist jetzt normalerweise nicht mehr sicher. Jemand muss beim Toilettengang, Essen und Trinken, Medikamenten, Kleidung beaufsichtigt werden. Viele Pflegende beschreiben dieses Stadium als körperlich und emotional erschöpfend — es fühlte sich vielleicht nicht mehr wie die Person an, die du kanntest. Umherwandern, Weglaufen und Unruhe sind häufig. Viele Menschen ziehen in diesem Stadium in ein Pflegeheim oder erhalten tägliche Hilfe zu Hause.

**Zahlen zu dieser Phase: **

Das mittlere Stadium dauert normalerweise **2 bis 10 Jahre**, aber das unterscheidet sich stark von Person zu Person. Die mediane Überlebensdauer **nach Beginn dieses Stadiums** ist schwer genau zu sagen, da das Stadium selbst variabel ist. Große Studien (einschließlich Daten aus Europa, 2023) zeigen, dass Menschen insgesamt durchschnittlich **8 bis 12 Jahre nach der Diagnose** leben, wobei ein großer Teil dieser Zeit im mittleren Stadium liegt. Auch hier gibt es große individuelle Unterschiede; zu berücksichtigende Faktoren sind unter anderem das Alter bei Diagnose, wie schnell der kognitive Abbau voranschreitet (schneller Rückgang bedeutet oft früher schwere Phasen) und die körperliche Gesundheit.

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Fortgeschrittenes Stadium (schwere Demenz)

Im letzten Stadium ist die kognitive Funktion stark beeinträchtigt. Die Person ist vollständig auf Pflege für alle körperlichen Funktionen angewiesen.

**Symptome: **

- **Fast völliger Gedächtnisverlust**: erkennt enge Familienmitglieder nicht mehr, keine Erinnerung an jüngste Ereignisse oder eigene Vergangenheit
- **Keine Sprache mehr**: weniger als einige wenige Worte sprechen, viele non-verbale Laute oder Gemurmel
- **Vollständige Abhängigkeit von Selbstversorgung**: kann sich nicht mehr waschen, anziehen, zur Toilette gehen oder essen ohne Hilfe; kann Essen nicht mehr kauen oder schlucken (Dysphagie)
- **Körperliche Symptome**: Spastizität (steife Muskeln), unwillkürliche Bewegungen, manchmal Anfälle
- **Inkontinenz**: unwillkürliches Loslassen von Urin und Stuhl
- **Begrenzte Mobilität**: kann aus dem Bett oder Stuhl nicht mehr aufstehen, kann nicht mehr gehen, schließlich bettlägerig
- **Infektionen**: erhöhtes Risiko für Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen durch Immobilisierung und Sondenernährung
- **Schluckstörungen**: Nahrung gelangt in die Atemwege statt in den Magen, großes Risiko für Aspirationspneumonie
- **Verminderte Bewusstseinsfähigkeit**: reagiert kaum auf die Umgebung, Augen offen aber ohne klaren Kontakt

**Auswirkung auf das tägliche Leben: **

Die Person lebt, funktioniert aber nicht mehr auf irgendeinem unabhängigen Niveau. Die völlige Pflegeabhängigkeit ist absolut. Für Familienmitglieder ist dieses Stadium emotional schwer — es fühlt sich oft wie Abschied nehmen von einer Person an, die du liebst.

**Zahlen zu dieser Phase: **

Das fortgeschrittene Stadium dauert durchschnittlich **1 bis 3 Jahre**, kann aber auch kürzer sein, wenn Komplikationen auftreten (wie Lungenentzündung). Die mediane Überlebensdauer in diesem Stadium ist schwer anzugeben, da der Tod in diesem Stadium meist durch Infektionen oder Komplikationen verursacht wird, nicht direkt durch Alzheimer selbst. Nationale Register zeigen, dass Personen in diesem Stadium viel häufiger ins Krankenhaus aufgenommen werden und die Zeit bis zum Tod kürzer sein kann als Jahre (Monate). Auch hier gibt es große Unterschiede: Jemand kann Monate in diesem Stadium verbringen, ein anderer Jahre, abhängig davon, wie gut die Pflege funktioniert und ob ernsthafte körperliche Probleme auftreten.

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Wann Sie Ihren Arzt kontaktieren sollten

Es ist ratsam, deinen Arzt zu informieren, wenn:

- **Verhaltensveränderungen auffallen**, die nicht zu dem Bekannten passen (plötzlich viel mehr Aggression, völlig anderes Persönlichkeitsprofil, viel mehr Desorientierung in kurzer Zeit) — das könnte auf eine neue körperliche Erkrankung, Infektion, Nebenwirkung von Medikamenten oder Verschärfung der Krankheit hinweisen
- **Neue körperliche Symptome** auftreten: plötzliche Schwierigkeiten beim Gehen, Stürze, Krämpfe, Veränderungen beim Essen oder Trinken, Fieber, veränderte Urinausscheidung
- **Die Pflegesituation unhaltbar wird** — du fühlst dich nicht mehr sicher oder deine eigene Gesundheit leidet — dein Arzt kann Überweisungen zu Tagesbetreuung, Entlastungspflege oder Umzug in eine Einrichtung besprechen
- **Fragen zu Medikamenten entstehen**: du möchtest wissen, ob die aktuelle Medikation noch gut zum aktuellen Stadium passt, oder wenn du Nebenwirkungen bemerkst
- **Fragen zum Lebensende** entstehen: Gespräche über Ernährung, Krankenhausaufenthalte, Reanimation werden immer relevanter, je schwächer die Krankheit wird

Dies sind keine dringenden Alarme, sondern Signale, bei denen es gut ist, sie gemeinsam mit deinem Arzt zu betrachten — nicht um alles zu verändern, sondern um gut nachzusteuern und sicherzustellen, dass die Betreuung angemessen bleibt.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Untersuchung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachausdruck verlassen musst. Weitere Studien über Alzheimer findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.