# Ernährung und Diäten bei Lewy-Body-Demenz
Ernährung spielt eine Rolle bei Lewy-Body-Demenz, sowohl aus der Perspektive der Unterstützung des Krankheitsverlaufs als auch der praktischen alltäglichen Pflege. Neuere Forschungen deuten auf Zusammenhänge zwischen bestimmten Ernährungsentscheidungen, Körperzusammensetzung und dem Krankheitsverlauf hin. Dieser Reiter beschreibt, welche Diäten und Ernährungsmuster bei dieser Erkrankung untersucht oder empfohlen werden.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs) sind Fette, die hauptsächlich in Fisch, Nüssen, Samen und bestimmten pflanzlichen Ölen vorkommen. Diese Fette sind wichtig für die Gehirnstruktur und Entzündungsprozesse.
Eine Studie aus 2026 zeigte, dass es bei Lewy-Body-Demenz spezifische Zusammenhänge zwischen Body-Mass-Index (BMI) und dem Spiegel mehrfach ungesättigter Fettsäuren im Blut gibt — Zusammenhänge, die sich von Alzheimer unterscheiden. Dies deutet darauf hin, dass das Fettsäureprofil im Blut bei Lewy-Body-Demenz anders reagiert als bei anderen Demenzformen. Die Studie deutete an, dass die Fettsäurezusammensetzung möglicherweise für den Krankheitsprozess relevant ist, aber weitere Studien sind erforderlich, um zu bestimmen, ob eine Ernährungsintervention mit diesen Fetten wirklich hilfreich ist.
Ein neuerer Review (2025) über pflanzliche bioaktive Stoffe wies auf mögliche Vorteile bestimmter pflanzlicher entzündungshemmender Komponenten hin, zu denen mehrfach ungesättigte Fettsäuren gehören können, aber die Evidenz bei dieser Erkrankung ist noch begrenzt.
**Bekannte Risiken:** Eine Ernährung, die sehr reich an bestimmten Fettsäuren ist, kann bei empfindlichen Personen zu Gewichtsveränderungen beitragen; eine Wechselwirkung mit Medikamenten ist unwahrscheinlich, sollte aber mit deinem Arzt besprochen werden.
Mediterranes Ernährungsmuster
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Das Mittelmeer-Muster besteht aus viel Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Nüssen, Olivenöl und mäßiger Fischzufuhr, mit weniger rotem Fleisch und Milchprodukten. Dieses Muster wurde für viele neurodegenerative Erkrankungen untersucht.
Für Lewy-Body-Demenz gibt es spezifische Hinweise in der Literatur, dass Neuroinflammation (Entzündung im Nervensystem) eine Rolle spielt — ein Mechanismus, der durch Mittelmeer-Ernährung beeinflusst werden könnte. Ein integrierender Review (2025) über Entzündungsmechanismen bei verschiedenen Demenzformen wies auf gemeinsame Entzündungswege hin. Das Mittelmeer-Muster zielt traditionell darauf ab, diese Art von Entzündungen zu reduzieren, aber Studien spezifisch bei Lewy-Body-Demenz fehlen noch.
**Bekannte Risiken:** Keine Hinweise auf schädliche Wechselwirkungen, aber dieses Muster erfordert Ernährungsvielfalt und Aufmerksamkeit für angemessene Kalorien- und Proteinzufuhr — Punkte, die bei Demenz wichtig sind.
Kaffee und Koffein
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Kaffee und Koffein werden im alltäglichen Leben häufig konsumiert und können Konzentration, Wachsamkeit und Schlaflosigkeit beeinflussen.
Eine Analyse (2025) amerikanischer Gesundheitsdaten (NHANES) untersuchte Kaffeekonsum und kognitives Vermögen bei älteren Menschen. Obwohl dies nicht speziell auf Lewy-Body-Demenz abzielte, zeigten die Daten, dass mäßiger Koffeinkonsum in einer alternden Bevölkerung mit besserer kognitiver Leistung verbunden war. Dies sagt jedoch nicht automatisch etwas über den Verlauf der Lewy-Body-Demenz selbst aus.
Bei Lewy-Body-Demenz können manche Patienten empfindlich auf Schlafstörer und Schlafstörungen reagieren, die durch Koffein verschlimmert werden können. Dies ist besonders relevant, da Schlafstörung ein wichtiges Symptom der Erkrankung ist.
**Bekannte Risiken:** Koffein kann Schlaflosigkeit und Unruhe verschlimmern. Bei Personen mit autonomer Dysfunktion (die bei Lewy-Body-Demenz auftritt) kann Koffein den Blutdruck beeinflussen. Bespreche Koffeinkonsum mit deinem Arzt, besonders wenn du Schlafprobleme erlebst.
Proteinreiche Ernährung
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Proteinreiche Ernährung unterstützt den Erhalt von Muskelmasse und Körperzusammensetzung. Dies ist besonders relevant, da Forschungen zeigten, dass Unterernährung und Muskelschwund bei Lewy-Body-Demenz auftreten.
Eine retrospektive Studie (2026) zu Mangelernährung und Korrelaten bei Lewy-Körperdemenz zeigte, dass Mangelernährung und ein schlechter Ernährungszustand auftreten und mit klinischen Merkmalen der Krankheit zusammenhängen. Dies unterstreicht die Bedeutung einer ausreichenden Proteinzufuhr für die Aufrechterhaltung der Körperzusammensetzung. Weitere Untersuchungen (2025) zur „intrinsischen Kapazität“ (der Fähigkeit des Körpers selbst) zeigten, dass körperliche Stärke und Ernährungszustand für das Funktionieren von Patienten mit Lewy-Körperdemenz wichtig sind.
Die Stoffwechselrate (Grundstoffwechselrate) schien ebenfalls (2025) eine schützende Rolle gegen den kognitiven Rückgang zu spielen. Dies deutet darauf hin, dass die Aufrechterhaltung einer gesunden Körperzusammensetzung durch angemessene Ernährung wichtig sein kann.
**Bekannte Risiken: ** Eine proteinreiche Ernährung an sich birgt keine spezifischen Risiken, aber regelmäßige Konsultationen mit einem Ernährungsberater sind wichtig, um sicherzustellen, dass das Gleichgewicht mit anderen Nährstoffen erhalten bleibt und Erstickungsgefahr nicht zum Problem wird.
Fasten und periodisches Fasten
UnbewieseniKein wissenschaftlicher Beweis, dass es funktioniert
Intermittierendes Fasten (z. B. intermittierendes Fasten oder Intervallfasten) ist ein Muster, bei dem für bestimmte Zeiträume keine oder nur begrenzte Nahrung zu sich genommen wird. Dieses Muster wird für verschiedene neurodegenerative Erkrankungen untersucht.
Für die Lewy-Körper-Demenz gibt es keine spezifischen, zuverlässigen Studien, die belegen, dass intermittierendes Fasten nützlich oder schädlich ist. Da bei dieser Krankheit bereits Mangelernährung und Gewichtsverlust auftreten, ist Vorsicht geboten.
**Bekannte Risiken: ** Intermittierendes Fasten kann zu Gewichtsverlust und Mangelernährung führen — Risiken, die bei Lewy-Körperdemenz bereits erhöht sind. Dieses Muster wird im Allgemeinen nicht ohne sehr enge medizinische Beratung empfohlen.
Pflanzenaktive Substanzen und Nahrungsergänzungsmittel
ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt
Pflanzenaktive Verbindungen sind bioaktive Bestandteile aus Pflanzen (Polyphenole, Flavonoide usw.), die entzündungshemmende oder antioxidative Eigenschaften haben. Eine kürzlich durchgeführte Studie (2026) zu Neurodegenation und pflanzlichen Bioressourcen zeigte, dass bestimmte Substanzen im Labor- und Tiermodell das Potenzial haben, gegen neurodegenerative Prozesse wirksam zu sein.
Untersuchungen (2026) wurden auch zu einer traditionellen japanischen Kräutermischung (Tsumura Ninjin'yoeito) gegen Appetitlosigkeit und Apathie sowohl bei Alzheimer als auch bei Lewy-Körperdemenz durchgeführt. Dies zeigte einige Vorteile für den Appetit und die Motivation, aber die Evidenz ist immer noch begrenzt und es handelt sich um eine sehr spezifische Intervention.
Die Erforschung pflanzenaktiver Substanzen bei dieser Krankheit befindet sich noch in einem frühen Stadium. Viele Versprechen aus der Laborarbeit führen nicht zu tatsächlichen klinischen Vorteilen beim Menschen.
**Bekannte Risiken: ** Einige Nahrungsergänzungsmittel auf pflanzlicher Basis können Wechselwirkungen mit Medikamenten zur Behandlung der Lewy-Körper-Demenz haben. Dies sollte immer mit Ihrem Arzt besprochen werden.
Darmgesundheit und Ballaststoffe
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Eine gesunde Darm- und Darmflora kann über die sogenannte Darm-Hirn-Achse (Darm-Hirn-Verbindung) die Gehirnfunktion beeinflussen. Ballaststoffe ernähren die nützlichen Bakterien im Darm.
Untersuchungen (2024 und 2025) zeigten, dass Patienten mit Lewy-Body-Demenz eine andere Darmbakterienzusammensetzung aufweisen als gesunde Kontrollgruppen. Eine Studie (2025) zur Darm-Hirn-Konnektivität bei neurologischen Erkrankungen deutete darauf hin, dass Dysbiose (gestörte Darmflora) zur Neurodegeneration beitragen kann. Gleichzeitig zeigte eine Analyse (2025), dass sich die Ernährung bei Parkinson-Patienten auf die Darmflora auswirkt — relevant, weil die Lewy-Body-Demenz und die Parkinson-Krankheit viele Gemeinsamkeiten aufweisen.
Dies deutet darauf hin, dass Lebensmittel, die die Darmflora unterstützen (durch ausreichend Ballaststoffe, verschiedene pflanzliche Lebensmittel), theoretisch nützlich sein können, aber die Beweise sind immer noch indirekt und nicht spezifisch für Lewy-Körperdemenz.
**Bekannte Risiken: ** Ein plötzlicher Anstieg der Ballaststoffe kann zu Darmkrämpfen und Verstopfung führen. Da autonome Störungen (einschließlich Verstopfung) Teil der Lewy-Körper-Demenz sein können, sollten Ernährungsumstellungen schrittweise und überwacht erfolgen.
Gewichtsmanagement und Kalorienbedarf
UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Die Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts und ausreichender Kalorienaufnahme ist bei der Lewy-Körper-Demenz wichtig, da Unterernährung und Gewichtsverlust vermieden werden sollten und mit schnellerer funktioneller Verschlechterung verbunden sind.
Die Studie (2026) zur Unterernährung zeigte, dass etwa ein Teil der Patienten mit Lewy-Körper-Demenz unterernährt ist und dass dies mit der Krankheitsprogression zusammenhängt. Eine Studie (2025) zur Basalstoffwechselrate deutete darauf hin, dass die Aufrechterhaltung einer metabolisch gesunden Körperzusammensetzung schützend wirken kann.
Dies bedeutet praktisch, dass regelmäßige Nahrungsaufnahme, ausreichende Kalorien und Gewichtskontrolle Teil des Behandlungsplans für diese Krankheit sind.
**Bekannte Risiken:** Keine Risiken durch angemessene Kalorienaufnahme, aber Aufmerksamkeit für Verschlucken (Dysphagie), das mit dem Fortschreiten der Krankheit auftreten kann.
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Abschließend
Ernährungswahlmöglichkeiten bei Lewy-Körper-Demenz sind keine einmalige Angelegenheit, sondern Maßarbeit. Sie sollten in Absprache mit deinem Hausarzt, Neurologen oder weiterbehandelnden Facharzt und idealerweise auch mit einem Ernährungsberater erfolgen, der Erfahrung mit neurodegenerativen Erkrankungen hat. Unterernährung vermeiden, angemessene Ernährung beibehalten, Aufmerksamkeit für die Darmgesundheit und Vorsicht bei drastischen Ernährungsumstellungen sind praktische Schwerpunkte. Die Wissenschaft über spezifische Diäten bei dieser Krankheit entwickelt sich, aber es gibt keine Wunderdiät. Regelmäßige Überwachung und Anpassung an das, was bei dir wirkt, in Absprache mit deinem Gesundheitsteam, bleibt am wichtigsten.
_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._