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Rheumatoide Arthritis mit Organbefall

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Ernährung bei rheumatoider Arthritis

Entzündungshemmende Nährstoffe

Bei rheumatoider Arthritis steht die Rolle der Ernährung vor allem im Licht von Entzündungsprozessen. Untersuchungen deuten darauf hin, dass bestimmte Nährstoffe die Entzündung im Körper beeinflussen können.

**Antioxidantien** — Stoffe, die schädliche freie Radikale neutralisieren können — werden in Bezug auf Entzündungsmarker untersucht.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Eine kürzliche Studie zeigte, dass ein höheres Antioxidantienangebot in der Ernährung mit weniger Entzündung, besserem Schlaf und besserer Lebensqualität bei Patienten mit rheumatoider Arthritis verbunden war. Das bedeutet nicht, dass Antioxidantien die Krankheit heilen, aber sie scheinen Teil eines Musters zu sein, in dem sich Patienten besser fühlen.

Antioxidantien sind in Gemüse (besonders dunkelgrün und farbig), Obst, Nüssen, Samen und Kräutern enthalten. Was vorzuziehen ist und welche Mengen für deine Situation passend sind, besprichst du am besten mit deinem Ernährungsberater oder Arzt.

Omega-3 und Entzündungen

Untersuchungen deuten darauf hin, dass bestimmte Fettsäuren — insbesondere **Omega-3-Fettsäuren** aus Fisch und pflanzlichen Quellen — zur Senkung von Entzündungsmarkern beitragen können.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Dies ist jedoch kein Ersatz für Medikamente, kann aber Teil eines umfassenden Ernährungsmusters sein.

Beachte: Wenn du Blutverdünner verwendest, musst du große Veränderungen in deiner Omega-3-Aufnahme immer mit deinem Behandler besprechen, da bestimmte Nährstoffe mit Medikamenten interagieren können.

Darmmikrobiom und Immunantwort

Neue Forschung konzentriert sich auf die **Darmflora** (Mikrobiom) und ihre Rolle bei rheumatoider Arthritis. Studien untersuchen, wie bestimmte Bakterien und fermentierte Lebensmittel helfen können, das Immunsystem besser ins Gleichgewicht zu bringen.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Die Idee ist, dass eine gesunde Darmflora durch das beitragen kann, was Wissenschaftler die 'Gut-Joint-Achse' nennen, zu einer besseren Regulierung von Entzündungsreaktionen.

Dies erklärt, warum einige Patienten von Ernährungsmustern mit viel fermentierten Lebensmitteln (Joghurt, Sauerkraut, Tempeh) oder ballaststoffreichen Lebensmitteln, die 'gute' Bakterien ernähren, berichten. Es ist jedoch keine Standardbehandlung, und für jedes Individuum kann dies unterschiedlich ausfallen.

Proteinzufuhr und Muskelmasse

**Sarkopenie** — Verlust von Muskelmasse — ist ein ernstes Problem bei rheumatoider Arthritis, besonders bei chronischer Erkrankung oder niedrigem Aktivitätsniveau. Untersuchungen zeigen, dass unzureichende Muskelmasse mit schlechteren Aussichten verbunden ist.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Ausreichendes **Protein** in der Ernährung ist daher wichtig für die Erhaltung der Muskelmasse. Dies gilt besonders, wenn du Schwierigkeiten hast, dich aufgrund von Schmerzen oder Müdigkeit zu bewegen. Welche Proteinmengen und aus welchen Quellen am besten für dich geeignet sind — das bestimmst du zusammen mit deinem Ernährungsberater, besonders in Bezug auf mögliche Nierenprobleme (da rheumatoide Arthritis manchmal die Nierenfunktion beeinflusst).

Spezielle Ernährungsmuster

Autoimmunes Protokoll (AIP) Das **Autoimmune Protokoll** ist ein Ernährungsmuster, das bestimmte Lebensmittel (Getreide, Milchprodukte, Nüsse, Samen, Nachtschattengewächse) für einen bestimmten Zeitraum meidet. Einige Patienten berichten von Verbesserungen der Symptome.

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Qualitative Forschung über die Erfahrungen von Patienten zeigt, dass einige davon profitieren, andere nicht, und dass der strenge Ansatz für viele schwer einzuhalten ist. Wenn du dies in Erwägung ziehst, tu dies unter Anleitung eines Ernährungsberaters, der rheumatoide Arthritis versteht, damit deine Ernährung nicht aus dem Gleichgewicht gerät.

Glutenfrei oder laktosefrei Es gibt keine Beweise dafür, dass glutenfreies Essen für alle Patienten hilft, es sei denn, du hast echte Zöliakie oder Glutenempfindlichkeit.

UnbewieseniKein wissenschaftlicher Beweis, dass es funktioniert
Dasselbe gilt für laktosefreie Ernährung. Einzelne Erfahrungen variieren stark, und Studien zeigen keinen einheitlichen Vorteil für die Gruppe.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Bestimmte Nährstoffe können Einfluss auf Medikamente haben, die du gegen rheumatoide Arthritis einnimmst:

- **Vitamin K** (grünes Blattgemüse) kann die Wirkung bestimmter Blutverdünner verändern, wenn du diese verwendest. Das bedeutet nicht, dass du Gemüse vermeiden musst, aber du solltest diese Frage mit deinem Arzt oder Apotheker besprechen.
- **Folsäure** ist wichtig bei der Verwendung bestimmter Rheuma-Medikamente (Methotrexat); dein Arzt gibt hier normalerweise zusätzliche Ratschläge.
- **Alkohol** kann die Wirkung und Nebenwirkungen einiger Medikamente verstärken.

Ernährung und Müdigkeit

Patienten mit rheumatoider Arthritis berichten oft von großer Müdigkeit, die trotz guter medikamentöser Behandlung zurückkommen kann. Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein **regelmäßiges Ernährungsmuster** mit ausreichend Energie, Proteinen und Mikronährstoffen helfen kann, die Energieniveaus stabil zu halten.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Dies ist jedoch kein Ersatz für die Behandlung der Entzündungen selbst.

Große Müdigkeit macht es schwierig, aktiv zu bleiben, was wiederum die Muskelmasse beeinträchtigt. Dies bildet einen Teufelskreis; Ernährung spielt hier eine unterstützende Rolle.

Körpergewicht

Übergewicht wird mit mehr Entzündungssignalen im Körper assoziiert und kann Schmerzen verschlimmern.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Aber drastische Diäten werden abgeraten, da schneller Gewichtsverlust Muskelmasse beeinträchtigt und Müdigkeit verschlimmern kann — genau etwas, das du bei rheumatoider Arthritis vermeiden möchtest.

Gezielte, schrittweise Ernährungsumstellungen — am besten zusammen mit einem Ernährungsberater — passen besser ins Bild.

Nahrungsergänzungsmittel

Verschiedene Nahrungsergänzungsmittel (Kurkuma, Wacholder, Fischöl, Vitamine) werden für rheumatoide Arthritis angepriesen. Die Wissenschaft steckt hier noch in den Kinderschuhen.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Einige Studien deuten auf bescheidene Vorteile bestimmter Substanzen hin, aber dies ist keine Standardbehandlung und der Nachweis ist nicht stark.

Wichtiger: Nahrungsergänzungsmittel können mit deinen Medikamenten interagieren. Sag deinem Arzt oder Apotheker immer, was du einnimmst, auch 'natürliche' Produkte.

Praktische Tipps

- Arbeite mit einem **spezialisierten Ernährungsberater** zusammen, der Erfahrung mit rheumatoider Arthritis hat und weiß, wie Medikamente die Ernährung beeinflussen.
- Iss **regelmäßig** und sorge für stabile Energie- und Nährstoffzufuhr über den Tag verteilt.
- Konzentriere dich auf viel **Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und ausreichend Protein** — nicht weil dies 'heilend' ist, sondern weil es deinen Körper bei der Erhaltung von Kraft und Widerstandskraft unterstützt.
- Wenn du deine Essgewohnheiten ändern möchtest (glutenfrei, vegetarisch usw.), tue dies **schrittweise** und beobachte, wie du dich fühlst und funktionierst.
- Vergiss Medikamente nicht: Ernährung spielt eine **unterstützende Rolle**, nicht eine ersetzende Rolle.

_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachtitel verlassen musst. Weitere Studien über rheumatoide Arthritis mit Organbefall findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.