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Polyzystische Nierenerkrankung

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Ernährung bei polyzystischer Nierenkrankheit

Allgemeiner Rahmen

Bei polyzystischer Nierenkrankheit (PKD) spielt Ernährung eine unterstützende Rolle, ist aber keine Behandlung der Krankheit selbst. Die Ernährung kann jedoch helfen, das Zystenwachstum zu verlangsamen, die Nierenfunktion zu unterstützen und zusätzliche Probleme wie Bluthochdruck und Übergewicht zu vermeiden. Da die Nieren allmählich ihre Funktion verlieren, ändern sich die Ernährungsanforderungen im Laufe der Krankheit.

Die meisten Ernährungsempfehlungen für PKD zielen darauf ab, die noch verbleibende Nierenfunktion zu schützen. Dies unterscheidet sich je nach Person und Stadium der Nierenschädigung. Daher ist es wichtig, sich regelmäßig mit deinem Arzt oder deiner Ernährungsberaterin über das für deine Situation Geeignete auszutauschen.

Salzaufnahme und Blutdruck

Viele Menschen mit PKD bekommen mit der Zeit Bluthochdruck, was die Nierenkrankheit beschleunigen kann.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Die Begrenzung von Salz (Natrium) hilft, den Blutdruck zu regulieren, und ist eine wichtige Säule in der Betreuung von Nierenkranken.

Dies bedeutet in der Praxis: Vermeidung von stark gesalzenen Lebensmitteln, Fleisch- und Fischprodukten, Käse, Brot und industriell hergestellten Mahlzeiten. Auch Kräuter, Zitronensaft oder andere Geschmacksverstärker ohne Salz können hilfreich sein.

Für Menschen in späteren Stadien des Nierenversagens kann zusätzliche Aufmerksamkeit erforderlich sein, da die Nieren dann überschüssiges Salz weniger gut verarbeiten können. Wie viel Salz genau angemessen ist, bestimmt dein Behandler auf der Grundlage deines Blutdrucks und deiner Nierenfunktion.

Flüssigkeitsaufnahme

Ein wichtiges Thema bei PKD ist die Flüssigkeitsbegrenzung, besonders wenn die Nierenfunktion nachlässt. In früheren Stadien kann normales Trinken jedoch noch gut möglich sein. Wenn die Nieren schwächer werden, kann dein Arzt empfehlen, die Flüssigkeitszufuhr zu begrenzen, um Überhydrierung zu vermeiden.

Dies hängt stark von deiner eigenen Nierenfunktion ab (gemessen durch bestimmte Blutwerte). Dein Ernährungsberater oder dein Arzt bestimmt, welche Menge für dich angemessen ist. Beachte, dass Flüssigkeitsbegrenzung auch die Aufnahme aus Lebensmitteln umfasst — nicht nur Getränke, sondern auch feuchte Lebensmittel wie Suppe, Joghurt und Obst.

Eiweiß und Nierenbelastung

Eiweiß ist notwendig, aber die Nieren müssen das Abbauprodukt Harnstoff verarbeiten. Bei fortschreitender Nierenschädigung kann übermäßiges Eiweiß die Nieren zusätzlich belasten.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Moderate Eiweißzufuhr (nicht unbegrenzt viel Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Hülsenfrüchte) unterstützt die Nierenfunktion.

In den frühesten Stadien ist dies weniger streng erforderlich. Mit abnehmender Nierenfunktion (normalerweise bestimmt durch bestimmte Blutwerte) kann dein Ernährungsberater empfehlen, die Eiweißzufuhr sorgfältiger über den Tag zu verteilen. Dies ist keine vollständige Reduktion, sondern bewusste Dosierung.

Phosphor- und Calciumhaushalt

Mit Fortschreiten der Nierenkrankheit können Nieren Phosphor nicht mehr gut ausscheiden. Dies kann zu Knochenerkrankungen führen.

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Die Begrenzung von Phosphor in der Ernährung (besonders aus Fleisch, Milchprodukten, Nüssen und bestimmten Zusatzstoffen in industriellen Lebensmitteln) ist Teil der Standardbetreuung bei fortgeschrittener Nierenschädigung.

Der Calciumhaushalt ist eng mit der Phosphorbehandlung verbunden. Einige Lebensmittel enthalten viel Phosphor im Verhältnis zu ihrem Kaloriengehalt; dein Ernährungsberater kann hier spezifische Empfehlungen geben.

Ketogene Ernährung und Zystenwachstum

Neuere Forschung zeigt mögliche Vorteile einer ketogenen Ernährung (sehr wenig Kohlenhydrate, viel Fett) bei der Verlangsamung des Zystenwachstums bei ADPKD.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Einige Fallberichte und kleinere Studien deuten darauf hin, dass ketogene Ernährung und zusätzliche Ketonkörper möglicherweise die Zystenexpansion verlangsamen können, aber dies wurde noch nicht in großen, randomisierten Studien bestätigt.

Dieser Ansatz ist experimentell und erfordert enge Überwachung. Ketogene Ernährung ist nicht für jeden geeignet und kann unter bestimmten Umständen Risiken mit sich bringen. Es wird nicht empfohlen, eigenständig ein striktes ketogenes Regime ohne Anleitung zu beginnen. Wenn du Interesse hast, bespreche dies zunächst ausführlich mit deinem Arzt oder deiner Ernährungsberaterin, die Erfahrung mit Nierenkranken hat.

Gewichtsmanagement

Übergewicht kann sowohl Bluthochdruck als auch schnellere Verschlechterung der Nierenfunktion beschleunigen.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Ein gesundes Gewicht zu unterstützen ist ein wichtiges Ziel in der PKD-Betreuung.

Aktuelle Forschung zu Ernährungs- und Lebensstilinterventionen (einschließlich bestimmter Medikamente zur Gewichtskontrolle) deutet auf Vorteile für mehrere Organsysteme hin. Dies entspricht dem allgemeinen Ratschlag, ein gesundes Gewicht zu halten. Allerdings können drastische Abnehmdiäten bei Nierenkranken schädlich sein; ein schrittweiser, betreuter Ansatz ist vorsichtiger.

Nährstoffe, die die Nieren besonders belasten

**Kalium** kann problematisch werden, wenn die Nierenfunktion abnimmt. Nieren können überschüssiges Kalium nicht gut ausscheiden, was Herzrhythmusstörungen verursachen kann.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Eine Begrenzung kaliumreicher Lebensmittel (Bananen, Aprikosen, Tomaten, Spinat, bestimmte Milchprodukte) ist in späteren Stadien des Nierenversagens üblich.

In frühen Stadien ist eine Kaliumbegrenzung normalerweise nicht erforderlich. Dein Arzt entscheidet anhand deines Blutkaliums, wann dies relevant wird.

Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpräparate

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung
Forschung zu Nahrungsergänzungsmitteln (zum Beispiel bestimmte Vitamine, Kräuter oder Ketonprodukte) zeigt gemischte Ergebnisse. Einige Nahrungsergänzungsmittel können Wechselwirkungen mit der Nierenfunktion oder mit Medikamenten gegen Bluthochdruck haben.

Für deine Situation gilt: Bespreche jedes Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe, Kräuter, Pulver) vorher mit deinem Arzt oder Diätassistenten. Das gilt auch für Nahrungsergänzungsmittel, die dir allgemein gesund erscheinen, da Nieren empfindlich sein können.

Selbst gekochte und fertige Lebensmittel

Industriell zubereitete Mahlzeiten enthalten oft viel Salz, Phosphatverbindungen (als Zusatzstoff) und andere Stoffe, die die Nieren belasten.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt
Selbstkochen mit frischen Zutaten gibt dir mehr Kontrolle über die Salz- und Phosphatzufuhr.

Das muss nicht kompliziert sein, erfordert aber etwas mehr Aufmerksamkeit als Fertiglösungen.

Ernährung und Medikamente

Bestimmte Antihypertensiva (Blutdrucksenker) können mit kaliumreicher Nahrung wechselwirken. Einige Medikamente gegen PKD können Magenbeschwerden verursachen, wodurch Nahrung anders vertragen wird. Dies sind Gründe, Ernährungsentscheidungen immer mit deinem Behandlungsteam abzustimmen.

Zusammenarbeit mit einem Diätassistenten

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Anleitung durch einen Diätassistenten mit Erfahrung in Nierenkrankheiten hilft dir, deine Ernährung anzupassen, während deine Krankheit fortschreitet. Dein Nährstoffbedarf ändert sich, wenn sich deine Nierenfunktion ändert; was heute gut ist, kann im nächsten Jahr anders sein.

Dein Diätassistent kann dir auch helfen, die Ernährung schmackhaft und sozial machbar zu halten, anstatt steif und einschränkend zu wirken.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worüber die Forschung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachjargon verlassen musst. Weitere Studien über polyzystische Nierenkrankheit findest du bei Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.