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Alzheimer

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2020 · automatisch geprüft, stichprobenartig geprüft

# Alternative Behandlungsmethoden bei Alzheimer

Akupunktur

Verschiedene Formen der Akupunktur werden traditionell bei Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen angewendet. In neueren Forschungen wird unter anderem "Goldnadel-Akupunktur" mit Schwerpunkt auf geistige Regulierung für leichte kognitive Beeinträchtigung (die früheste Form des Gedächtnisrückgangs) untersucht.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Der zugrunde liegende Mechanismus ist nicht vollständig geklärt. Akupunktur kann möglicherweise Einfluss auf die Nervenfunktion und die Blutversorgung im Gehirn haben, aber umfangreiche Belege für die Wirksamkeit bei Alzheimer fehlen noch. Kleinere Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Akupunkturpunkte bei Konzentrations- und Gedächtnisproblemen in den frühesten Phasen helfen können, dies ist jedoch nicht eindeutig nachgewiesen. Akupunktur ist grundsätzlich sicher, sofern sie von einem geschulten Praktiker durchgeführt wird. Sie darf nicht als Ersatz für die reguläre medizinische Versorgung angesehen werden.

Traditionelle Chinesische Kräuterformeln

Bestimmte Kräuterkombinationen aus der traditionellen chinesischen Medizin werden auf ihre mögliche Wirkung gegen Alzheimer untersucht. Es geht vor allem um Formeln, die Entzündungsprozesse im Nervengewebe begrenzen könnten. Inhaltsstoffe wie Astragali Radix (Bergamott-Wurzeln) und Acori Tatarinowii Rhizoma (Kalmuswurzel) sind in dieser Tradition als unterstützend für die Gehirnfunktion bekannt.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Laborstudien zeigen, dass bestimmte aktive Stoffe aus diesen Kräutern (unter anderem Coptisine) unter Testbedingungen Auswirkungen auf Entzündungsmarker und auf die Wiederherstellung der lymphatischen Drainage im Gehirn haben — Prozesse, die bei Alzheimer bekanntermaßen gestört sind. Human Trials sind jedoch noch klein, und Belege für eine direkte Verbesserung der kognitiven Funktionen bei Alzheimer-Patienten fehlen. Die Sicherheit hängt von der Zusammensetzung und möglichen Wechselwirkungen mit regulären Medikamenten ab; immer mit deinem Behandler abklären.

Nahrungsergänzungsmittel: Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren (besonders aus Fisch oder als Nahrungsergänzung) sind ausgiebig auf verschiedene Herz- und Gehirnerkrankungen hin untersucht worden. Für Alzheimer spezifisch ist das Bild gemischt.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Große Übersichtsstudien der letzten Jahre zeigen, dass Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel wirksam für bestimmte Herzrhythmusstörungen sind. Für die kognitiven Funktionen und das Fortschreiten von Alzheimer sind die Ergebnisse jedoch inkonsistent: Einige Studien deuten auf einen Vorteil hin, andere zeigen keinen Effekt. Die Menge an Forschung ist beträchtlich, aber eindeutige Belege für Wirksamkeit fehlen. Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel sind üblicherweise sicher, können aber in hohen Dosen das Blutungsrisiko erhöhen und mit bestimmten Medikamenten interferieren; eine Besprechung mit deinem Arzt ist wichtig.

Coptisine und VEGFR3-Aktivierung

Coptisine, ein Alkaloid aus bestimmten Kräutern (besonders aus der gelben Koppelingen-Pflanze Coptis), steht in neueren Laborstudien in Verbindung mit der Aktivierung von VEGFR3, einem Rezeptor, der bei der Drainage von Flüssigkeiten in und um das Gehirn beteiligt ist (das lymphatische System).

ExperimentelliLäuft im Studienzusammenhang, das Ergebnis ist noch unbekannt

Dies ist sehr frühe Forschung. In Tiermodellen und Zellkulturen wurde gezeigt, dass Coptisine das Abflusssystem des Gehirns wiederherstellen kann, was möglicherweise die Ansammlung von Alzheimer-verwandten Proteinen begrenzt. Ob dies auch in lebenden Menschen wirksam ist und ob oral eingenommenes Coptisine überhaupt in ausreichender Konzentration das Gehirn erreicht, wurde noch nicht nachgewiesen. Dies ist nicht Teil des aktuellen Behandlungsstandards.

Körperliche Aktivität und metabole Anpassungen

Regelmäßige körperliche Betätigung, besonders mäßig intensive aerobe Aktivität, wird als eine der wirksamsten nichtmedikamentösen Interventionen für die Gehirnfunktion und die Verzögerung des kognitiven Verfalls angesehen.

BewährtiIn offizielle Richtlinien aufgenommen oder von EMA oder FDA genehmigt

Umfangreiche Forschung zeigt, dass regelmäßige körperliche Aktivität die Aktivierung von AMPK (ein Protein, das den Metabolischen Stoffwechsel reguliert) erhöht und dadurch Entzündungsprozesse und Insulinresistenz im Körper verringert — Faktoren, die bei Alzheimer eine Rolle spielen. Darüber hinaus verbessert körperliche Bewegung direkt die Durchblutung des Gehirns und stimuliert die Neubildung von Nervenzellen. Dies ist eine der wenigen Interventionen mit konsistent unterstützenden Belegen. Die Empfehlung ist üblicherweise regelmäßige Bewegung angepasst an die körperlichen Möglichkeiten; ein Arzt oder Physiotherapeut kann dabei begleiten.

Digitales Biomarker-Screening (P-tau217)

Neue, erschwingliche Tests auf Basis von Plasmaproteinen (insbesondere phosphoryliertes Tau217, oder P-tau217) machen das Screening auf Alzheimer-Pathologie zugänglicher, ohne Hirnscans oder Liquoranalysen.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Dies sind diagnostische Hilfsmittel, keine Behandlungen selbst. Sie können jedoch eine Früherkennung der Alzheimer-Pathologie ermöglichen, was möglicherweise die Einleitung früher Interventionen erleichtert. Ob Früherkennung und frühzeitige Behandlung den Krankheitsverlauf tatsächlich verlangsamen, wird noch untersucht. Diese Tests sind nicht überall verfügbar und nicht Bestandteil der Routineversorgung.

Ernährungsinterventionen und Acetylcholinesterase-Hemmer aus pflanzlichen Quellen

In der Forschung werden Extrakte aus bestimmten Pflanzen (darunter Goji-Beeren / *Lycium barbarum*) auf Stoffe überprüft, die Acetylcholinesterase hemmen — ein Wirkmechanismus ähnlich einigen pharmazeutischen Alzheimer-Medikamenten.

UntersuchtiPositive Ergebnisse in klinischen Studien, noch keine Standardbehandlung

Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Pflanzenstoffe tatsächlich Acetylcholinesterase hemmen können. Ob die regelmäßige Einnahme dieser Pflanzenextrakte in der Praxis die gleiche Wirksamkeit wie getestete Medikamente hat und ob es für die Langzeitanwendung sicher ist, ist nicht etabliert. Dies gehört nicht zur derzeitigen Standardbehandlung.

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_Diese Informationen ersetzen niemals das Urteil eines Arztes. Bespreche deine Situation immer mit deinem Behandler._

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Verwendete Quellen

Über jeder Quelle steht in einem Satz, worum es in der Untersuchung geht, damit du dich nicht auf einen englischen Fachausdruck verlassen musst. Weitere Studien über Alzheimer findest du unter Veröffentlichungen und Studien.

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codex.care gibt keine medizinische Beratung. Bespreche Beschwerden, Medikamente und Behandlungsentscheidungen immer mit deinem Behandler.